Wasserstoff - Brennstoffzelle

Projekt emissionsfreie Straßenmeisterei Landkreis Esslingen

In Kooperation mit der Hochschule Esslingen / Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) und Partnern aus der regionalen Wirtschaft konzipiert die Kreisverwaltung derzeit das Projekt „Emissionsfreie Straßenmeisterei“ .
Das Projekt wurde unter dem Dach der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH im Rahmen des Wettbewerbsbeitrags „H2Rivers – Wasserstoffanwendung an Rhein und Neckar“ im Rahmen des HyLand-Förderprogramms beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur / Projektträger Jülich / Nationale Organisation Wasser- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) eingereicht.
Der Wettbewerbsbeitrag „H2Rivers“ wurde als einer von drei Gewinnern in der Kategorie HyPerformer ausgewählt. Das Teilprojekt LKES² ist somit förderberechtigt für Investitionszuschüsse des Bundes.

Das ist konkret geplant

Der Landkreis Esslingen erwirbt und betreibt zwei leichte Brennstoffzellen-Straßenbetriebsdienstfahrzeuge von der Fa. Elektrofahrzeuge Stuttgart (EFA-S).
Diese stellt die Fahrzeuge auf Basis der GAZelle her und integriert Baugruppen bzw. Komponenten (z.B. Brennstoffzelle, Wasserstoff-Tanksystem, Batterien, Kühlung, E-Motor) von Zulieferern.
Der Landkreis nutzt zusätzlich die technische Expertise des Ingenieurbüros HyEnTec.  Die Hochschule Esslingen koordiniert die Antragstellung und steuert die technische Expertise.

Die Vorteile dieses Fahrzeugkonzepts liegen in guten Marktperspektiven durch die Skalierungsmöglichkeiten. Der Fokus liegt in der Zusammenarbeit mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft. Diese Fahrzeuge können an konventionellen Wasserstofftankstellen (z.B. in Wendlingen und am Flughafen; weitere Tankstellen sind in Planung) betankt werden. Davon unbenommen wird die Option der Einrichtung einer mobilen Tankstelle auf dem Gelände der Straßenmeisterei geprüft.

Warum tun wir das?

EU-Richtlinien verlangen Einsatz emissionsfreier Nutzfahrzeuge Lieferwagen und LKW über 3,5 t (Klassen N2, N3) müssen CO2-Flottenemissionen bis 2025 um 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2019/2020 reduzieren. Gemäß der Clean Vehicles Directive müssen 10 % der ab 2021 von Kommunen und öffentlich beauftragten Firmen angeschafften Fahrzeuge der o.g. Klassen emissionsarm /-frei sein. 2026 steigt der Anteil auf 15 % (Ausnahmen sind möglich). Als Konsequenz müssen Kommunen und von ihnen beauftragte Unternehmen zeitnah emissionsarme /-freie Nutzfahrzeuge beschaffen.

Vorteile

Marktchancen für leichte Nutzfahrzeuge mit BrennstoffzellenantriebBatteriebetriebene leichte Nutzfahrzeuge erzielen im besten Falle Reichweiten von 200 km, im Regelfall deutlich weniger. Demgegenüber zeichnet sich ein Markt für emissionsfreie leichte Nutzfahrzeuge mit Reichweiten von 300 bis 500 km und hohen Flexibilitätsanforderungen ab. Hier entsteht ein vielsprechendes Marktsegment für Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass das H2 Mobilty 700-bar Tankstellennetz entlang der Fernverkehrsstraßen genutzt werden kann.

Übersicht der im Fahrzeug zu verbauenden Systeme

  • Einsatz Doppelkabine: Vollständige Integration Antriebssystem im Unterflur realisiert Crashoptimale Integration der Wasserstoff-Baugruppen und HV-Batterie
  • Brennstoffzelle: Ballard FCveloCity®-MD: 30 kW (oder Alternative)
  • E-Motor: Aradex VM600M E-Motor: max. 110 kW, 750 Nm
  • Batterie: LF105 1P6S, 20 Module 105 Ah (40 kWh)
  • Wandler: DCDC Wandler VP5000-DC18W140-6A
  • Wasserstoffspeicher: 2 Tanks (Typ 4) à 2,6 kg Wasserstoff (700 bar)
Foto das den Antriebsstrang eines Fahrzeugs mit Brennstoffzelle zeigt

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