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Im Landkreis Esslingen fließen EU-Gelder in innovative Projekte zur Arbeitsmarktintegration

Vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus), dem zentralen Förder- und Finanzierungsinstrument der Europäischen Union (EU) zur Verbesserung der Beschäftigungs- und Bildungschancen in der EU, fließen regelmäßig Gelder in entsprechende Projekte im Landkreis Esslingen. In der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027 erhält der Landkreis für solche Projekte jährlich 489.030 Euro. Einrichtungen und Organisationen können sich mit Vorhaben jährlich um die regionalen Fördermittel bewerben.

Im bevorstehenden Förderjahr 2027 werden im Landkreis Esslingen acht Projekte über den ESF Plus gefördert werden, die auf die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und Verbesserung von Teilhabechancen abzielen. Mit individueller pädagogischer Begleitung und tagesstrukturierender Beschäftigung werden langzeitarbeitslose Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt. Außerdem werden junge Menschen, die von Schulabbruch bedroht sind, begleitet und unterstützt. Für die Projektauswahl arbeiten im regionalen ESF-Arbeitskreis die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Landkreis Esslingen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Verband der Metall- und Elektroindustrie, die IHK Region Stuttgart, die Kreishandwerkerschaft, die Beauftragte für Chancengleichheit, die Liga der freien Wohlfahrtspflege, die Schulen, Weiterbildungsträger, die außerschulische Jugendbildung und die Kreisverwaltung zusammen.

Der ESF-Arbeitskreis investiert jährlich viel Zeit in die nachhaltige konzeptionelle Ausrichtung der jeweiligen Förderperiode. Der Erfolg bestätigt, dass diese gut durchdachten Konzepte gewinnbringend platziert werden können. Der ESF-Arbeitskreis achtet insbesondere darauf, dass keine Doppelstrukturen entstehen und die Förderung genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Daher werden die konzeptionellen Schwerpunkte permanent evaluiert und die sozial-gesellschaftlichen Anforderungen angepasst.

Der Landkreis Esslingen will mit seiner kommunalen integrierten Sozialplanung zu einer sozialen Gerechtigkeit und Sicherheit beitragen, damit Leistungen und Hilfen gezielt in Anspruch genommen werden. Lokale Akteure und Träger können sich gerne daran orientieren, damit ESF-Projekte anschlussfähig sind. Informationen gibt es auf der Webseite www.landkreis-esslingen.de/Soziales/Sozialplanung. Der Arbeitskreis achtet darauf, dass er insbesondere innovative Projekte unterstützt, die mit den vorhandenen Strukturen des Landkreises kompatibel sind. 
Zudem besucht der ESF-Arbeitskreis regelmäßig die Träger vor Ort und informiert sich über die laufenden Projekte wie jüngst beim CHAI, (Zentrum für Menschen mit Migrationsvorsprung - Schwerpunkt Flucht) der BruderhausDiakonie in Kirchheim unter Teck, wo das Projekt Jet + (Treffpunkt-Einstieg-Job) im Mehrgenerationenhaus LINDE umgesetzt wird.
 

Das Mehrgenerationenhaus ist ein wichtiger und besonderer Sozialraum für Einzelpersonen und Gruppen. Das Projekt der BruderhausDiakonie setzt den Fokus auf erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II (Grundsicherung) mit Migrationsgeschichte mit und ohne Familien. Insbesondere erwerbsfähige leistungsberechtigte Frauen mit Migrationsgeschichte werden gezielt unter Einbeziehung ihrer individuellen Ressourcen und Voraussetzungen gefördert. 
Weitere Information zum ESF Plus gibt es unter esf - Landkreis Esslingen und bei der ESF-Geschäftsstelle im Landratsamt Esslingen, Nora Zelikra, Telefon 0711 3902-42655 oder
E-Mail Zelikra.Nora@LRA-ES.de.