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Wettbewerb „Haus der Zukunft“ im Landkreis Esslingen zum zweiten Mal ausgelobt

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer  von „Haus der Zukunft“ mit Landrat Marcel Musolf Foto: Landkreis Esslingen

Der Landkreis Esslingen hat zum zweiten Mal die Sieger im Wettbewerb „Haus der Zukunft“prämiert. Der Wettbewerb steht für innovatives Bauen und Sanieren im Wohnbausektor. Unter dem Motto „Nachhaltig, ressourcenschonend, innovativ und zukunftsfähig“ zeichnete Landrat Marcel Musolf am Montag, 28. September die Gewinnerinnen und Gewinner aus.

13 Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer aus den Jahren 2023 bis 2025 die in diesem Zeitraum bereits an der jährlichen Prämierung zum Gütesiegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ teilgenommen haben, stellten sich dem direkten Wettbewerb. Ausgezeichnet wurden Neubau- und Sanierungsprojekte, die energetische Standards deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erfüllen.

Eine Fachjury hatte die anspruchsvolle Aufgabe, aus den Einreichungen die besten Häuser auszuwählen. Die Entscheidung fiel den Jurymitgliedern Fabian Weber, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Esslingen-Nürtingen, Christoph Allgaier, Kreisbaumeister, Jasmin Schwenk, Energiemanagerin des Landkreises sowie Erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr nicht leicht, da jedes der teilnehmenden Gebäude auf seine Weise einen Beitrag zu nachhaltigem Bauen leistet.

Den Wettbewerb „Haus der Zukunft“ im Landkreis Esslingen haben folgende Gebäude gewonnen:

In der Kategorie Neubau
1. Platz: Christin-Fabienne Seiberle und Maximilian König - Aichwald
KfN‑Effizienzhaus 40, Primärenergiewert von 3 kWh/m²a (Baujahr 2025) mit QNG‑Siegel: Geothermie‑Wärmepumpe, 94,4% Strom‑Autarkie. Holzbau mit Zellulosedämmung und leimfreier Dübel‑Holzkonstruktion sorgt für ein natürliches Raumklima. Ökopflaster und extensive Begrünung verbessern Regenwasser‑Versickerung und Außenraumökologie.
2. Platz: Sylvia Knödler und Bernhard Renz - Leinfelden
KfW 40plus Zweifamilienhaus, Primärenergiewert von unter 10 kWh/m²a (Baujahr 2022), Geothermie Wärmepumpe; Photovoltaik‑Anlagen auf Dach und Fassade. Bodenplatte wärmegedämmt mit Glasschaum aus Altglas. Hinterlüftete Metallfassade reduziert Wärmeeintrag im Gebäude. Hauskraftwerk: 30‑kWh‑Batteriespeicher, SG‑Ready zur Wärmepumpensteuerung und nutzbar als Notstromanlage.
3. Platz: Sascha Patka - Kohlberg
KfW 40plus Einfamilienhaus, Primärenergiewert von 12,7 kWh/m²a (Baujahr 2022), Luft-Wasser-Wärmepumpe, integrierter Lüftungs- und Kühlfunktion sowie Photovoltaik mit Batteriespeicher und Notstromfunktion für hohe Energieautarkie. Haustechnik mit umfassender Smarthome-Steuerung. Ökologischen Baustoffen/Pflasterlösungen für nachhaltiges Wohnen.

In der Kategorie Sanierung
1. Platz: Familie Alber - Filderstadt –
KfW-40-Mehrfamilienhaus, Primärenergiewert von 17,5 kWh/m²a (Baujahr 1970, Kernsanierung 2023), Geothermie‑Wärmepumpe. Erdsonden zur Kühlung für die Fußbodenheizung und eine umfangreiche E‑Ladeinfrastruktur inklusive Wallboxen und Lastgangmanagement. Mehrfamilienhaus von 4 auf 7 Wohneinheiten erweitert, ideal für Mehrgenerationenwohnen.
2. Platz: Familie Geiger - Reichenbach –
KfW‑55‑EE‑Einfamilienhaus, Primärenergiewert von 38,3 kWh/m²a (Baujahr 1965–66, saniert 2023–24) mit Luft‑Wasser‑Wärmepumpe, Photovoltaik‑Indachanlage. Passive Kühlung über die Fußbodenheizung, wettergesteuerte Verschattung und Home‑Gebäudeautomation, eine begrünte Fahrradgarage auf dem ehemaligen Öltankplatz. Vorgerüstete E‑Ladestation und vorhandene Bausubstanz wurden erhalten.
3. Platz: Sarah Bubeck und Heiko Pelzeter - Nürtingen
KfW‑55‑Einfamilienhaus, Primärenergiewert von 45 kWh/m²a (Baujahr 1950, saniert 2022–23) mit Luft‑Wasser‑Wärmepumpe und Holzofen für die Übergangszeit. Die Gebäudehülle mit Holzweichfaser- und Zellulosedämmung; zwei Gauben wurden zurückgebaut und Materialien verschraubt ausgeführt, sodass ein Rückbau möglich ist. Recyclingmaterial kam bei Unterkonstruktion und Terrassierung zum Einsatz. Das OG bietet einen flexiblen Grundriss.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten ein Geschenk, die Siegerinnen und Sieger bekamen zusätzlich ein Preisgeld. Landrat Marcel Musolf bedankte sich beim Organisationsteam und allen Teilnehmenden für ihr besonderes Engagement im Interesse des Klimaschutzes, mit dem sie wichtige Impulse für nachhaltiges Bauen und zukunftsorientiertes Wohnen im Landkreis setzen.