Amphibienwanderungen bis Mitte April beachten
Seit Mitte Februar begeben sich die meisten heimischen Amphibienarten für circa acht Wochen auf Wanderschaft. Sobald die Temperaturen nach dem Winter in den Plusbereich steigen und es Regenfälle gibt, kommen Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterverstecken, um zu ihren Laichgewässern zu wandern.
Zu unseren heimischen wandernden Amphibienarten zählen, neben vielen weiteren Arten, Erdkröte (Bufo bufo), Grasfrosch (Rana temporaria), Kammmolch (Triturus cristatus) und Feuersalamander (Salamandra salamandra). Nachdem sie die Wintermonate in frostfreien Bereichen in Erdlöchern, Reisighaufen oder Mauerspalten verbracht haben, begeben sie sich im Frühjahr zu den Gewässern, in welchen sie geboren wurden, um sich dort zu paaren und ihren Laich abzulegen.
Neben tierischen Beutegreifern wie Vögeln und Säugetieren ist vor allem der Mensch mit seinen Straßen dafür verantwortlich, dass die gesetzlich geschützten Amphibien die Wanderungen oft nicht überleben. Um Erdkröten, Grasfröschen & Co. dabei zu helfen, sicher zwischen Land- und Wasserlebensraum wandern zu können, sind entlang von Land- und Kreisstraßen im ganzen Landkreis Esslingen sogenannte Amphibienschutzzäune errichtet worden. Diese werden täglich von vielen Helferinnen und Helfern kontrolliert, welche die Tiere an den Zäunen einsammeln und über die Straßen tragen. So können diese sicher ihren Weg zu den Laichgewässern fortsetzen, wo einige Wochen später ihr Nachwuchs schlüpfen und selbst einmal dieselbe Wanderstrecke zurücklegen wird.
Alle können mithelfen und die Warnschilder und die meist schwarzen oder grünen Amphibienschutzzäune beachten und in der Dämmerung und Nacht die Fahrgeschwindigkeit anpassen. Außerdem kann man sich bei Interesse gerne bei den Naturschutzverbänden melden, um bei der Kontrolle eines Zaunes in der Nähe mitzuhelfen.
Für Rückfragen und weiterführende Informationen wendet man sich an die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Esslingen, Telefon: 0711-3902 42405, E-Mail: Naturschutz@LRA-ES.de.



