Gesundheitsamt bietet Impfcheck am Donnerstag, 30. April an
Anlässlich der 20. Europäischen Impfwoche unter dem Motto „Impfstoffe wirken für jede Generation“ organisiert das Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen einen kostenlosen Impfcheck für alle Bürgerinnen und Bürger. Am Donnerstag, 30. April kann man zwischen 11 und 14 Uhr im Landratsamt am Standort Esslingen, Pulverwiesen 11, 73728 Esslingen sein Impfbuch kostenlos überprüfen lassen und erhält eine Beratung zu möglichen Impfungen, den Grund-, Standard-, Auffrisch- und Reiseimpfungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Impfausweis ist für die Beratung mitzubringen.
Die Europäische Impfwoche wurde 2005 ins Leben gerufen, um in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen zu schärfen. Impfungen gehören zu den effektivsten Maßnahmen, um sich vor Infektionskrankheiten sowie vor schweren Krankheitsverläufen und deren Folgen zu schützen. Zudem können sie helfen, Krankheitsausbrüche zu verhindern, wenn bestehende Impflücken rechtzeitig geschlossen werden.
Neben dem individuellen Schutz für die Geimpften selbst, bieten Impfungen auch einen Schutz für Mitmenschen. Auf diesen Schutz sind insbesondere Menschen angewiesen, die selbst keine Immunität aufbauen können, zum Beispiel, weil ihr Immunsystem zu sehr geschwächt ist. Auch Neugeborene sind entsprechend zu schützen. Erst bei hohen Impfquoten kann dieser indirekte Schutz seine beste Wirkung entfalten. Die positiven Auswirkungen von Impfungen können auch in Deutschland und Baden-Württemberg beobachtet werden.
Impfen auch für die Kleinsten
Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass aufgrund eines erhöhten Risikos für schwere Krankheitsverläufe bereits seit Juni 2024 für Kinder unter einem Jahr eine vorbeugende Maßnahme gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Neugeborene und Säuglinge erhalten dabei Antikörper, die sie vor schweren RSV-Erkrankungen schützen sollen.
Der schützende Effekt zeigte sich bereits in der darauffolgenden RSV-Saison deutlich. Zwar stieg die Gesamtzahl der gemeldeten RSV-Fälle in Baden-Württemberg in der Saison 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr leicht an, jedoch ging die Zahl der Fälle bei Kindern unter einem Jahr nahezu um die Hälfte zurück
Das Robert Koch-Institut wertet jährlich die Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung aus und ermittelt daraus die Impfquoten in Deutschland. Im Zeitraum von April bis September 2024 – und damit im Jahr der Einführung der Empfehlung – erhielten im Landkreis Esslingen etwa 50 bis 60 Prozent der Säuglinge eine RSV-Prophylaxe.
RSV-Erkrankungen treten vor allem saisonal gehäuft im Zeitraum von Oktober bis März auf. Die STIKO empfiehlt daher eine RSV-Prophylaxe für alle Neugeborenen und Säuglinge vor Beginn einer ersten RSV-Saison. Kinder, die zwischen April und September geboren werden, sollten die Prophylaxe möglichst im Zeitraum von September bis November erhalten. Säuglinge, die zwischen Oktober und März zur Welt kommen, sollten die Antikörpergabe möglichst zeitnah nach der Geburt bekommen, idealerweise noch in der Geburtsklinik oder im Rahmen der U2-Untersuchung (3.-10. Lebenstag).
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet auf www.infektionsschutz.de gut verständliche Informationen rund um die RSV-Impfung – mit einem speziellen Fokus auf die Altersgruppe der Neugeborenen und Säuglinge.



