Der Landkreis Esslingen

Der Landkreis liegt im Herzen Baden-Württembergs, in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Das Rückgrat der Wirtschaft des Landkreises Esslingen bilden viele innovative mittelständische Betriebe. Viele von ihnen sind weltweit Marktführer, meist mit einem Exportanteil von über 50 %. Dies ist ein festes Fundament, das auch in schwierigen Zeiten Standfestigkeit verleiht. In den 44 Städten und Gemeinden des Landkreises leben über 528.000 Menschen. Als Teil des Ballungsraums Stuttgart ist der Landkreis Esslingen im Westen dicht besiedelt und im Osten von einer faszinierenden Landschaft geprägt. Er ist Ziel für viele, die in der Natur Erholung suchen. Das gesamte Kreisgebiet ist hervorragend an das Straßen- und Schienennetz angebunden, was für viele Unternehmen ein wichtiger Grund ist, sich hier anzusiedeln. Mit dem Flughafen Stuttgart und der neuen Messe liegen zwei Einrichtungen im Landkreis, deren Bedeutung weit über die Landesgrenze hinaus strahlt. Der Landkreis zeichnet sich außerdem durch ein reiches Kulturleben sowie ein dichtes Netz von Schulen, Hochschulen und Freizeiteinrichtungen aus.

Mit der Welt verbunden

Mit dem Auto, dem Zug, per Flugzeug oder dem Schiff: Der Landkreis Esslingen ist mit den Metropolen Europas direkt verbunden. Der Flughafen Stuttgart liegt im Landkreis Esslingen und hat sich zu einem internationalen Drehkreuz entwickelt. Die Bundesautobahn A 8 führt mitten durch den Landkreis. Sie zählt zu den am stärksten frequentierten Ost-West-Verbindungen Europas. Die Bundesstraßen 10 und 313 sind autobahnähnlich ausgebaut. Der Flughafen und der Hauptbahnhof Stuttgart sind deshalb in kurzer Zeit erreichbar.

Der Neckar schließlich ist eine bedeutende europäische Wasserstraße. Vom Neckarhafen Plochingen aus werden Wirtschaftsgüter über den Rhein bis zur Nordsee befördert.

Mit 100.000 qm Ausstellungsfläche ist die Landesmesse das repräsentative Schaufenster der Wirtschaft des Landes.

Im Landkreis Esslingen steht die Wiege der Industrialisierung in Württemberg. 1845 rollte erstmals die Eisenbahn von Cannstatt nach Esslingen und brachte damit den Anschluss an die Zukunft. Die Maschinenfabrik Esslingen wurde zur Keimzelle. Von dieser frühen Industrialisierung profitiert der Landkreis noch heute. Viele Jahrzehnte später produzieren viele Großunternehmen immer noch im Landkreis Esslingen ihre innovativen Produkte und sind ein wichtiger Grundstein für Arbeitsplätze und Wohlstand.

Die heutige Wirtschaftskraft des Landkreises Esslingen lässt sich mit vielen Zahlen belegen. Pro Erwerbstätigem wird eine Wertschöpfung von über 56.000 € pro Jahr gemessen. Dieser Wert liegt rd. 10 % über dem Durchschnitt in Deutschland. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Esslingen ist einer der niedrigsten bundesweit. Entsprechend hoch ist die Kaufkraft der Menschen im Landkreis Esslingen. Jährlich kaufen die Einwohner für 2,9 Mrd. € im Einzelhandel ein. Pro Einwohner entspricht dies 5.668 €. In Deutschland liegt die Kaufkraft bei 5.165 € pro Kopf.

Der Landkreis Esslingen ist das wirtschaftliche Herz des Maschinenbaus in der Region Stuttgart. 32 % des Umsatzes der Region Stuttgart in diesem Sektor werden im Landkreis Esslingen erwirtschaftet. Die großen Maschinenbauunternehmen im Landkreis sind allesamt Globalplayer. Dies zeigt die Exportquote: mehr als die Hälfte des Umsatzes wird im Ausland getätigt. Der Fahrzeugbau greift auf eine Vielzahl von Zulieferer aus dem Landkreis Esslingen zurück. Die Elektrotechnik, incl. der Informations- und Kommunikationstechnologien zählen zu den Schlüsselbranchen in der Region Stuttgart und im Landkreis Esslingen. Über 11.000 Menschen arbeiten im Landkreis in der Elektrobranche. Auch die Elektroindustrie zählt zu den wichtigsten Zulieferern für die Automobilindustrie. Jeder 4. Beschäftigte stellt elektrische Ausrüstungen für Motoren und Fahrzeuge her. Der Anteil der Forschung und Entwicklung ist in der Elektroindustrie sehr hoch. Über 17 % der Beschäftigten arbeiten in diesen Bereichen. Die Kompetenzzentren im Landkreis Esslingen sind branchenorientierte Informationsnetzwerke von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. So gibt es seit 2001 das Kompetenz- und Informationszentrum Brennstoffzelle. Weitere Kompetenzzentren sind das Kompetenzzentrum technische Textilien Denkendorf, die Media-Faktur Filder und das Kompetenzzentrum für Telematik. Auch in der Biotechnologie hat der Landkreis Esslingen mit dem Life-Science-Center Esslingen eine gute Adresse.

Zukunft will gelernt sein

Ein dichtes Netz von Bildungseinrichtungen eröffnet allen Kindern und Jugendlichen die Chance, ortsnah eine der Begabung entsprechende Förderung zu erhalten. An den Berufsschulstandorten werden in enger Abstimmung mit der Wirtschaft junge Menschen auf die beruflichen Aufgaben vorbereitet. Das breit gefächerte Bildungsangebot reicht von der klassischen Handwerkerausbildung bis hin zum biotechnologischen Gymnasium. Im Sinne eines lebenslangen Lernens bieten die Schulen auch Chancen des zweiten Bildungswegs und berufsspezifische Weiterbildung. Auch als Hochschulstandort geniest der Landkreis Esslingen mit der Fachschule Esslingen - Hochschule für Technik und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen einen guten Ruf. Die Hochschule für Sozialwesen in Esslingen ist eine von drei Fachhochschulen in der Bundesrepublik, die sich auf das Sozial- und Gesundheitswesen spezialisiert hat.

Kultur und Geschichte

In den 44 Städten und Gemeinden des Landkreises Esslingen leben über 510.000 Menschen. Mehr als die Hälfte haben ihre Heimat in den 6 Großen Kreisstädten - Esslingen a. N., Filderstadt, Nürtingen, Kirchheim u. T., Leinfelden-Echterdingen und Ostfildern. Altdorf ist die kleinste Gemeinde mit rd. 1.460 Einwohnern.

Zahlreiche mittelalterliche Stadtkerne spiegeln die traditionsreiche Geschichte wieder. So kann entlang der deutschen Fachwerkstraße in Esslingen a. N. die älteste Fachwerkhäuserzeile Deutschlands bestaunt werden. Auch Kirchheim u. T. mit seinem markanten Stadtzentrum ist ein weiterer lohnender Stopp auf der deutschen Fachwerkstraße. Der Heidengraben bei Erkenbrechtsweiler, das größte keltische Oppidum dieser Art im Mittelalter… und der Römerpark in Köngen, das einstige römische Kastell Grinario, belegen, dass sich hier schon früh die Menschen heimisch fühlten. In Holzmaden gehen die Spuren des einstigen Lebens viele Millionen Jahre zurück: Das Urweltmuseum Hauff und der Urweltsteinbruch Holzmaden e. V. beherbergen weltberühmte Fossilien aus prähistorischer Zeit.

Am Fuße der Schwäbischen Alb, in Sichtweite der Burgruine Hohenneuffen, liegt das Freilichtmuseum Beuren. Ausgewählte ländliche Gebäude vermitteln einen Einblick in die Geschichte des Alltags der Region Mittlerer Neckar, Filder, Schurwald und Schwäbische Alb. Das Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur zählt mit seinen rd. 90.000 Besuchern im Jahr zu einem touristischen Highlight in der Region.

Ferien direkt vor der Haustür

Mit rd. 642 qkm ist der Landkreis Esslingen einer der flächenmäßig kleinsten und gleichzeitig am dichtesten besiedelten Landkreise in Baden-Württemberg. Trotz exzellenter Wohngebiete und hervorragend entwickelter Wirtschaftsräume steht fast die Hälfte des Landkreises, ein Gebiet von ca. 286 qkm, unter Natur- und Landschaftsschutz. Außerdem sind 670 Naturdenkmale ausgewiesen.

Im Landkreis Esslingen finden sich ganz unterschiedliche Landschaftsräume. Vom Neckartal geht es Richtung Norden hinauf auf den bewaldeten Höhenzug des Schurwalds, dem waldreichsten Gebiet im Landkreis. Viele Kilometer Wander- und Radwege laden in dem attraktiven Naherholungsgebiet zu ausgedehnten Ausflügen ein. Prägend für das Albvorland sind seine Streuobstwiesen, eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft mit langer Tradition, zugleich Heimat einer wertvollen Tier- und Pflanzenwelt. Rund um Weilheim a. d. T. z.B. liegt Deutschlands größtes Kirschenanbaugebiet. Der Albtrauf ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, zugleich aber auch wertvoller Lebensraum mit vielen Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie Naturdenkmalen. Für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist der Albtrauf das Alleinstellungsmerkmal, das eine Unesco-Anerkennung möglich macht. Eine weitere Besonderheit sind die zahlreichen Spuren früherer vulkanischer Tätigkeit auf der Schwäbischen Alb. Das Naturschutzgebiet Randecker Maar - eindrucksvolles Zeugnis des Albvulkanismus - ist ein beliebter Teil des Erholungsgebietes Schopflocher Alb. Hier liegt das Naturschutzzentrum des Landkreises, das viele spannende Informationen zur Alb bietet. Die Hochfläche der Filder erstreckt sich über große Teile des südwestlichen Kreisgebiets. Bei Ausflüglern beliebt ist das Siebenmühlental und der sich hier bis an den Südwesten des Landkreises hinein erstreckende Schönbuch, ein ausgedehntes geschlossenes Waldgebiet, dessen größter Teil heute als Naturpark unter Landschaftsschutz steht.