Schnittgut aus Obstwiesen liefert Energie - 21 Gemeinden im Landkreis richten extra Sammelplätze ein

Über 9.500 Hektar Streuobstwiesen im Landkreis Esslingen wollen gepflegt werden. Diese Arbeit vieler engagierter Privatpersonen und Vereine wollen der Landkreis, der Abfallwirtschaftsbetrieb, Städte und Kommunen gemeinsam im Rahmen des Projekts "Energetische Nutzung von Obstbaumschnittholz" weiter unterstützen und zugleich eine wichtige Energieressource nutzbar machen. Im Rahmen des Projektes werden zur Obstbaum-Schnittsaison zusätzliche Sammelplätze für das Schnittgut eingerichtet, welches dann vor Ort gehäckselt wird und anschließend in einem Holzheizkraftwerk energetisch verwertet wird. 

In diesem Jahr beteiligen sich wieder 21 Städte und Gemeinden an dem Projekt und weisen extra Sammelplätze in Kooperation mit dem Landkreis aus. Insgesamt können in dieser Saison damit 30 zusätzliche Sammelplätze angeboten werden. Nähere Informationen zu den örtlichen Sammelstellen für Obstbaumschnitt und deren Sammelzeiträume gibt es auf der interaktiven Kreiskarte auf www.landkreis-esslingen.de unter Bürgerservice, Kreiskarten von A - Z.

In den letzten Jahren ist das Projekt ein voller Erfolg gewesen. 2023 konnten auf den 30 Sammelplätzen 8.555 Kubikmeter Holzhackschnitzel erzeugt werden. Durch die energetische Verwertung im Holzheizkraftwerk Scharnhäuser Park konnten damit mehr als eine dreiviertel Million Liter Heizöl eingespart werden. Außerdem hat die Einrichtung der vorübergehenden Sammelplätze viele Eigentümer ermutigt, ihre Bäume wieder bzw. weiter zu schneiden und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft zu leisten. An den Plätzen können die Wiesenbewirtschafter ihr geschnittenes Obstbaumholz für drei bis vier Wochen abliefern. Das spart die oft längeren Wege zur Grünschnittsammelstelle oder Kompostierungsanlage mit festen Öffnungszeiten.

Schnittgut von immergrünen Sträuchern, Gartengrünschnitt sowie nicht verholztes Material gehört nicht auf die extra Sammelplätze für den Obstbaumschnitt. Diese Arten von Grünschnitt sind für die energetische Verwertung nicht geeignet und sorgen bei der Verarbeitung für Probleme. Dieses Schnittgut kann zu den üblichen Öffnungszeiten bei den Grünschnittsammelplätzen des Abfallwirtschaftsbetriebs abgegeben werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Projekt auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden kann.

Pressesprecherin

Andrea Wangner (Fotonachweis: Moritz Karg)
Pressesprecherin

Andrea Wangner

Telefon 0711 3902-43832
Telefax 0711 3902-53832
Kontakt

Sekretariat
Telefon 0711 3902-42032, -42038
Telefax 0711 3902-58902
Kontakt