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Peter Keck

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Suchtprophylaxe berät auch beim Tabakkonsum

Gesundheitsprävention ist eine Aufgabe vieler beteiligter Institutionen. Das Land Baden-Württemberg fördert hierfür die Stellen der Beauftragten für Suchtprophylaxe/Kommunale Suchtbeauftragte. In dem beim Landratsamt Esslingen bestehenden Aktionskreis Suchtprophylaxe werden Maßnahmen zur Suchtprävention initiiert, entwickelt und umgesetzt. Viele Maßnahmen sind abgestimmt mit verschiedenen Akteuren, wie z.B. Beratungsstellen, Schulen, Polizei, Krankenversicherungen etc. Die kommunale Suchtprophylaxe nimmt dabei auch den Tabakkonsum ins Visier.

Tabakrauchende zahlen einen enormen gesundheitlichen Preis für den Tabakkonsum: 13,5% aller Todesfälle in Deutschland waren 2013 auf das Rauchen zurück zu führen. Was den Konsum anbelangt, gibt es für Deutschland in den letzten Jahren einige positive Trends: Die Raucherquote bei Erwachsenen ist seit 2003 um etwa 30 Prozent gesunken. Der Anteil rauchender Jugendlicher hat sich in den vergangenen 10 bis 15 Jahren um zwei Drittel verringert. Der Anteil der Mütter, die während der Schwangerschaft rauchen, hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren halbiert. Diese Fortschritte dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Anteil der Raucher in Deutschland im internationalen Vergleich hoch ist: 25% der Bevölkerung rauchen. Innerhalb der Europäischen Union liegen wir nur im Mittelfeld, der durchschnittliche Anteil beträgt hier 26 Prozent.

Die erzielten Erfolge sind leider in Gefahr: Die Tabakindustrie bewirbt seit einiger Zeit mit E-Zigaretten und Tabakerhitzern neue Produkte und Konsumformen. Oft werden dabei gesundheitliche Vorteile unterstellt. Die Studienlage hinsichtlich dieser Produkte ist noch gering. Klar scheint jedoch bereits jetzt: Allenfalls werden die gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums etwas geringer sein. Des Weiteren glauben viele, dass Tabakkonsum in Wasserpfeifen wesentlich weniger gesundheitsschädlich sei, als das Rauchen von Zigaretten. Auch hier fehlen noch Forschungsdaten. Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass die Gesundheits- und Suchtgefahren ähnlich hoch sind. Übrigens: Auch der Rauch von tabakfreien Wasserpfeifen enthält eine Vielzahl an Substanzen, die potenziell gesundheitsgefährdend sind. Darüber hinaus entsteht durch das Verbrennen der Inhaltsstoffe beim Rauchen Kohlenmonoxid, das nicht nur für die Konsumenten, sondern auch für Passivraucher schädlich ist.

Wichtig in diesem Zusammenhang bleibt, die Jugendschutzbestimmungen beachten: Tabakkonsum ist erst ab 18 Jahren erlaubt, ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Jugendliche ist zu beachten. Jungen Menschen ein positives Vorbild sein lohnt sich: Wenn Eltern und Bezugspersonen zeigen, dass sie das Rauchen einschränken oder ganz aufhören können, erleben junge Menschen glaubhafte Vorbilder.

Beratung
Auch in Sachen Tabakkonsum gibt es Beratungsangebot und professionelle Unterstützung z. B. durch Raucherausstiegskurse bei den Krankenkassen oder der Beratungsstelle Sucht und Prävention Landkreis Esslingen, getragen vom Landkreis und dem Kreisdiakonieverband Esslingen.
 
Weitere Informationen
Weitere Informationen bieten die Beauftragte für Suchtprophylaxe/ Kommunale Suchtbeauftragte Christiane Heinze und Verena Weiss, Suchtprophylaxe@LRA-es.de;
Telefon 0711-3902-41578