Projekt zur Quartiersentwicklung für Alter und Pflege im Landkreis Esslingen

Gemeinsam mit der Altenhilfeplanung des Landkreises Esslingen haben sich 15 Städte und Gemeinden und mehr als 20 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem Landkreis erfolgreich um weitere Fördermittel im Rahmen der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ beworben. Gerade erhielten die Projektpartner die Zusage über eine Projektförderung in Höhe von 269.000 Euro für die nächsten zwei Jahre. Alle Beteiligten freuen sich, dass es mit dem geplanten Projekt jetzt losgehen kann.

Das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ wird von der Allianz für Beteiligung e.V.  ausgeschrieben und durch Mittel des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert. Es zielt darauf ab, Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung von Quartiersprojekten zu unterstützt, welche Pflege, Versorgung und selbstbestimmtes Altern lebendig und zukunftsfähig gestalten. Wichtig ist hierbei die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Seit Beginn der Landesstrategie fließen zum dritten Mal Fördergelder für „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten“ in den Landkreis. Mit Aichtal, Denkendorf, Erkenbrechtsweiler, Köngen, Neckartailfingen, Neckartenzlingen und Wendlingen am Neckar sind einige erfahrene Kommunen in Sachen Quartiersforschung weiterhin dabei. Neu hinzugekommen sind für die aktuelle Förderperiode Altbach, Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Hochdorf, Neidlingen, Nürtingen und Weilheim. „Für die Beteiligung am Projekt Quartier 2030 gab es in allen 15 Kommunen positive Gemeinderatsbeschlüsse“, betonte Franziska Hezinger, Altenhilfeplanerin des Landkreises Esslingen. Mehr als 20 weitere Projektpartner, unter anderem Bürgervereine, Krankenpflegevereine, evangelische und katholische Kirchengemeinden, Seniorenvertretungen sowie die unterschiedlichsten Arbeitskreise weiß Frau Hezinger mit im Boot. Ein herausragendes Konzept, großes Engagement und die dezidierte Unterstützung durch die politischen Gremien waren ausschlaggebend für die Bewilligung der Förderung.

Beispielhaft kommunale Quartiersentwicklung planen
Vor allen liegen jetzt zwei Jahre voller Ideen rund um das Thema: „Wie wollen wir gemeinsam für ein gutes Älterwerden Sorge tragen?“ Hierfür werden in den Projekt-Kommunen Altenhilfepläne erarbeitet, die weit über eine Bestands- und Bedarfsanalyse für professionelle Unterstützungsangebote hinausgehen werden. Es gilt, die vielfältigen Lebenswelten älterer Menschen vor Ort, im Quartier, mit einzubeziehen. Ob Wohnen, Infrastruktur, Teilhabe, Prävention und gesundheitliche Versorgung, ob Beratung, Pflege und Unterstützung, all diese Bereiche sind potentielle Handlungsfelder, die sich so weiterentwickeln lassen, damit ältere Quartiersbewohnerinnen und -bewohner so lange wie möglich weitestgehend selbstständig und selbstbestimmt im vertrauten Quartier älter werden können. Unabdingbar werden in die Quartiersentwicklungsplanung vor Ort ältere Bürgerinnen und Bürger genauso wie bürgerschaftlich Engagierte, lokale Akteure, Vereine und freie Träger aktiv mit einbezogen. Der Prozess wird begleitet durch Fortbildungen und eine kontinuierliche Beratung durch die Altenhilfefachberatung sowie durch Quartierswerkstätten für die aktive Beteiligung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Langfristig soll die Projektarbeit den Quartiersgedanken und die Quartiersentwicklungsstrategie im ganzen Landkreis bekannt machen und mit Leben erfüllen.

Altenhilfefachberatung

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Andrea Wangner

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