Einbürgerungsfeier im Landratsamt

Im Landkreis haben 882 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen

Viel Beifall gab es von und für die neuen deutschen Staatsbürger bei der Einbürgerungsfeier. (Foto: Andrea Wangner)
Viel Beifall gab es von und für die neuen deutschen Staatsbürger bei der Einbürgerungsfeier. (Foto: Andrea Wangner)

Binnen eines Jahres sind im Landkreis Esslingen 882 Personen eingebürgert worden. Die neuen deutschen Staatsbürger wurden bei einer Feierstunde im Landratsamt offiziell begrüßt.

„Mit Ihrer Einbürgerung haben Sie sich entschieden, Mitglied in unserem staatlichen Gemeinwesen zu sein, das ist ein großer Vertrauensbeweis für unser Land“, sagte Landrat Heinz Eininger in seinem Grußwort. Damit solle weder die Herkunft verleugnet noch die Identität aufgegeben werden. „Sie alle bereichern unser Land.“ Der Landrat rief die Eingebürgerten dazu auf, sich im und für das Land zu engagieren und sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen.

Julian Würtenberger, Staatssekretär im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, rief die Festgäste dazu auf, sich in ihren Heimatkommunen einzubringen. „Integration gelingt am besten, wenn man selbst mitmacht. Würtenberger würdigte gleichzeitig die Integrationsbemühungen des Landkreises, die sich in einem beeindruckenden Integrationsbericht nachlesen ließen.

Von August 2020 bis Ende Juli dieses Jahres wurden insgesamt 882 Menschen im Landkreis eingebürgert. Der Corona Situation geschuldet musste die Teilnehmerzahl für die Feier begrenzt werden, dennoch folgten rund 100 der Einladung zur Einbürgerungsfeier ins Esslinger Landratsamt.

Die neuen Staatsbürger stammen aus 79 Ländern, verteilt über den ganzen Erdball. Die größte Gruppe der Eingebürgerten kommt aus der Türkei mit 151 Personen, gefolgt von Menschen aus Griechenland mit 70 Personen und Italien mit 69 Personen. Auch aus dem Kosovo, aus Rumänien und Syrien wurden jeweils mehr als 30 Personen eingebürgert.
 
Stellvertretend für die Eingebürgerten berichtete Narin Meho über seine Erfahrungen. Der Nürtinger hat indisch-britische Wurzeln und ist in Deutschland aufgewachsen. „Meine Wurzeln spiegeln sich schon auf dem Teller wider: morgens englisches Frühstück, mittags Maultaschen, abends Butterhuhn.“ Er erzählte den Festgästen aber auch von der Schwierigkeit, nirgendwo „richtig“ dazuzugehören: „In Indien bin ich der Europäer, in England der Deutsche und hier der Inder. Das macht mich traurig, wir sind doch als eine Welt so eng zusammengewachsen.“

Der Weg zur deutschen Staatsangehörigkeit Für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Zum Zeitpunkt der Einbürgerung muss ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine Aufenthaltserlaubnis vorliegen, in der Regel ist ein Aufenthalt von acht Jahren erforderlich, der Lebensunterhalt muss für sich und die unterhaltsberechtigten Angehörigen ohne Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII bestritten werden können. Es müssen ausreichende Deutschkenntnisse und Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland vorliegen, ein Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung erfolgen, die bisherige Staatsangehörigkeit in der Regel aufgegeben werden und es darf keine Verurteilung wegen einer Straftat vorliegen.
 
Anträge auf Einbürgerung gibt es bei den Städten und Gemeinden im Landkreis. Die Anträge werden beim Landratsamt im Sachgebiet „Staatsangehörigkeit/Personenstand“ geprüft.

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