Luca-App wichtiger Baustein für weitere Öffnungsschritte

Für Öffnungsschritte im Landkreis Esslingen ist der Einsatz der Luca-App in Handel, Gastronomie und Kultur von großer Bedeutung – darauf macht das Gesundheitsamt aufmerksam. Um passgenaue Daten zu erhalten, sollten Betriebe ihre Räumlichkeit möglichst kleinteilig erfassen.

Am vergangenen Mittwoch hat das Robert-Koch-Institut für den Landkreis Esslingen erstmals eine Inzidenz unter 100 gemeldet. Die Inzidenzzahlen im Landkreis Esslingen sinken weiter und lassen auf weitere Öffnungsschritte im Rahmen der Vorgaben des Landes Baden-Württemberg hoffen. In Vorbereitung darauf hat das Gesundheitsamt in Plochingen bereits die Voraussetzungen für den Einsatz der Luca-App geschaffen. Dort können jetzt verschlüsselte Kontaktdaten über die App empfangen werden. „Der Einsatz der Luca-App ist neben dem Testen und den AHA-Regeln ein weiterer Baustein in einer Öffnungsstrategie vor allem für Handel, Gastronomie und Kultur“, sagt Landrat Heinz Eininger. Er habe deswegen die Bürgermeisterämter in 44 Städten und Gemeinden im Landkreis sowie die Wirtschaftsverbände gebeten, für den Einsatz der App in den Betrieben vor Ort zu werben.

Die App bietet einen direkten und sicheren Kontaktdatenaustausch zwischen Nutzern, Einrichtungsbetreibern oder Veranstaltern und den Gesundheitsämtern. Nutzer tragen ihre Kontaktdaten in die App ein, die daraufhin wechselnde QR-Codes erzeugt. Diese werden entweder von Einrichtungsbetreibern oder Veranstaltern gescannt oder die App-Nutzer scannen ihrerseits beim Besuch einer Einrichtung oder einer Veranstaltung einen QR-Code. Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Gäste dieser Einrichtung oder Veranstaltung informiert, die sich zur betreffenden Uhrzeit dort aufgehalten haben. Parallel werden die Gesundheitsämter informiert, die dann automatisch Zugriff auf die Daten der übrigen Gäste haben. Bei privaten Treffen können die Daten hingegen nicht mit dem Gesundheitsamt geteilt werden.

„Eine wichtige Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der App ist es, dass die Betriebe die möglichen Kontaktpersonen eines Infizierten möglichst kleinräumig in ihren Einrichtungen erfassen“, erläutert Dr. Dominique Scheuermann, die Leiterin des Gesundheitsamts. Vor allem in großen Räumen müssten mehrere Erfassungszonen per QR-Code eingerichtet werden, damit im Fall der Fälle nur die Kontaktdaten derjenigen Personen an das Gesundheitsamt weitergeleitet werden, die sich tatsächlich in der Nähe der infizierten Person aufgehalten haben.

Die Betreiber der Luca-App bieten für Unternehmen regelmäßig Webinare zum Umgang mit der App an. Weitere Information dazu gibt es auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-esslingen.de.

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Andrea Wangner

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