Holzernte startet im Zeichen des Klimawandels

Absperrungen unbedingt beachten

Sperrung Holzernte

Die drei letzten überdurchschnittlich warmen und trockenen Jahre haben im Wald ihre Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Wäldern im Landkreis deutlich zu spüren. Im Zuge der jetzt beginnenden Holzerntesaison müssen viele absterbende Bäume im Wald gefällt werden.

Besonders die Buchen und die Eschen haben sich zu den Sorgenkindern der Forstleute entwickelt. Eine große Rolle wird der Aspekt der Arbeitssicherheit spielen, denn die Arbeit an geschädigten Bäumen ist ungleich gefährlicher als an gesunden. Auch ist es wichtig, dass Waldbesucher die Absperrungen einhalten. Darauf weist das Kreisforstamt Esslingen hin.

Das hohe Tempo des von Menschen gemachten Klimawandels hinterlässt seine Spuren im langlebigen Ökosystem Wald. Viele alte Bäume, häufig Buchen, trocknen von der Krone her-ab ab. Dürre Kronenteile können herabfallen und zur Gefahr für Waldbesucher und Forstarbeiter werden. Daher wird ein Schwerpunkt der winterlichen Arbeiten sein, die Waldwege begehbar zu halten. Besonders stark frequentierte Wege haben dabei Vorrang. Absterbende Bäume, die eine Gefahr darstellen, werden gefällt. Wenn prägende alte Bäume an stark frequentierten Wegen aus Sicherheitsgründen weichen müssen, wird dies das Landschaftsbild verändern. Diese Veränderungen sind dem Klimawandel geschuldet.

Im Inneren der Waldbestände wird das Augenmerk auf die Förderung einer klimastabilen Folgegeneration gelegt. Hier können auf Teilflächen absterbende Altbäume auch als Lebensräume für Tiere und Pflanzen stehen bleiben. Ziel der Forstleute ist es, eine noch vielfältigere Baumartenzusammensetzung zu erreichen und damit eine weitere Risikostreuung für die nächste Waldgeneration. „Wir müssen uns so breit wie möglich aufstellen“, lautet die Überzeugung von Amtsleiterin Cordula Samuleit, „denn die Anforderungen an den Wald der Zukunft sind komplex“. Schon jetzt sind rund 40 Baumarten hier zu Hause. Der Wald im Landkreis Esslingen ist mit einem Laubholzanteil von über 70 Prozent besonders naturnah aufgebaut.
 
Das Forstamt bittet um Verständnis, wenn Waldsträßchen im Zuge der Holzerntearbeiten vorübergehend verschmutzt sind. Wenn die Arbeiten beendet sind, werden die Wege wieder gereinigt.

Dürre Buchen am Weg (3,375 MB)

Sperrung Holzernte (8,074 MB)

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Andrea Wangner

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