Verwaltungsneubau in Plochingen offiziell eröffnet

Landrat Heinz Eininger (links) und Architekt Marc Oei im Gespräch vor dem Verwaltungsneubau. (Foto: A. Wangner, Landratsamt Esslingen)
Landrat Heinz Eininger (links) und Architekt Marc Oei im Gespräch vor dem Verwaltungsneubau. (Foto: A. Wangner, Landratsamt Esslingen)

Der Verwaltungsneubau des Landratsamts Esslingen in Plochingen ist nun offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Am Stumpenhof ist mit dem Neubau und dem Umbau des ehemaligen Krankenhausgebäudes ein zweiter Standort der Kreisverwaltung für insgesamt 500 Mitarbeitende entstanden.

„Wir haben einen modernen Verwaltungsbau geschaffen, mit Funktionalität für den Publikumsverkehr und flexiblen Arbeitswelten für Mitarbeitende, einem vorbildlichen ökologischen Standard und nicht zuletzt einer ansprechenden Architektur“, sagte Landrat Heinz Eininger bei der offiziellen Eröffnung des Verwaltungsneubaus in Plochingen am Freitag, 1. Juli.

Das etwa 35 Millionen Euro teure Gebäude wurde im Verfahren „Planen und Bauen“ verwirklicht. Nach den Plänen des Architekturbüros LRO Architekten in Stuttgart hat das Bauunternehmen Reisch aus Bad Saulgau in zwei Jahren in exponierter Lage neben dem ehemaligen Krankenhaus einen funktionalen und gleichwohl architektonisch ansprechenden Verwaltungsbau errichtet. „Dabei sind wir exakt im Zeit- und Kostenrahmen geblieben, das ist eine Meisterleistung“, sagte der Landrat.

„Hier ist ein wunderbares Haus an einer wunderbaren Stelle entstanden. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit einem von mir gewählten Architekten im Verfahren „Planen und Bauen“ die Chance bekommen habe, dieses Haus mit Mehrwert zu schaffen“, sagte der Bauunternehmer Hans-Jörg Reisch aus Bad Saulgau.

Der Neubau bietet Platz für insgesamt 225 Mitarbeitende und beherbergt im Wesentlichen Verwaltungsbereiche, die weniger publikumsintensiv sind wie den Abfallwirtschaftsbetrieb, das Dezernat für Gesundheit, Ordnung und Verkehr mit Führerscheinstelle und Ausländerbehörde sowie das Kreismedienzentrum und die Registratur. Bei der Ausgestaltung der Innenräume sind modernste Erkenntnisse des Bürobaus eingeflossen. So sind die Innenräume nach dem sogenannten Drei-Zonen-Prinzip Räume für den Publikumsverkehr, teilöffentliche Räume für persönliche Besprechungen mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung sowie geschützte Büroräume nur für die Mitarbeitenden entstanden.

Der Neubau ist im KfW-Effizienzhaus-Standard-40 geplant und errichtet worden. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert, die Bereiche dazwischen wurden extensiv begrünt. Das Gebäude wird mit zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen beheizt oder gekühlt, nur die Spitzenlast wird über einen Gaskessel abgedeckt. Die Lüftung erfolgt mit Wärmetauschern im Boden und im Brüstungsbereich der Fenster. Umlaufende Balkone mit integrierten Pflanztöpfen und einem Bewässerungssystem, dienen als Schutz vor Sonne und Witterung, die Büroräume werden mit Markisen beschattet.

„Der Verwaltungsneubau auf der Anhöhe über Plochingen bietet durch seine Lage und mit der quadratischen Grundrissfigur Aussicht nach allen Richtungen. Er punktet mit kompaktem Baukörper, somit geringem Fußabdruck, den Vorteilen dezentraler Belüftung und räumlicher Flexibilität über den gesamten Nutzungszeitraum hinweg“, sagt der Architekt Marc Oei von LRO-Architekten aus Stuttgart.

Der Neubau bildet zusammen mit dem grundlegend umgebauten und sanierten ehemaligen Krankenhausgebäude sowie einem neu errichteten Parkhaus für die Mitarbeitenden künftig neben dem Hauptsitz in Esslingen einen weiteren großen Kreisverwaltungsstandort im Landkreis. „Wir sind der Stadt Plochingen - dem Gemeinderat - sehr dankbar dafür, dass sie dieses Vorhaben mit ihren Beschlüssen ermöglich haben“, sagte Eininger. Voraussetzung für den Neubau des Standorts in Esslingen war die dauerhafte Verlagerung eines Teils der Kreisverwaltung, weil am Standort in den Pulverwiesen nicht genügend Platz für die angestiegene Zahl der Mitarbeitenden geschaffen werden kann.

Plochingens Bürgermeister Frank Buß betont, dass rund 500 attraktive und sichere Arbeitsplätze ein Standortvorteil für Plochingen und eine Chance für die Veränderungsprozesse im Stadtteil Stumpenhof sind. „Ich heiße die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen und hoffe, dass Viele perspektivisch Plochingen auch zu ihrem Wohnort machen.“ Jetzt geht es um verbesserte Angebote für Mitarbeiter und Kunden der Kreisverwaltung an den öffentlichen Nahverkehr. Hier muss der Landkreis noch seine Vorstellungen entwickeln.

Der Landrat dankte bei der Eröffnung allen am Bau Beteiligten, allen voran dem Bauunternehmen Reisch, „mit Josef Krauss dem Mann vor Ort“, und dem Architekturbüro für die qualitätvolle Planung. Der Dank des Landrats ging ebenso an die vom Generalunternehmen beauftragten Handwerksbetriebe, an die Stadt Plochingen, namentlich an Bürgermeister Bus sowie den Gemeinderat und nicht zuletzt an die Mitarbeitenden in der Kreisverwaltung, die sich auf vielen Ebenen für das Gelingen dieses Baus eingesetzt haben.

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Andrea Wangner

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