Eindämmen des Krebspestausbruchs im Trinkbach muss intensiviert werden

Landkreis erlässt umfassende Verbote zum Schutz wertvoller, heimischer Krebsbestände

Im Trinkbach auf Höhe des Kirchheimer Teilortes Jesingen wurde in der vergangenen Woche der Ausbruch der Krebspest festgestellt. Zahlreiche heimische Flusskrebse sind an der Seuche im Trinkbach bereits gestorben. Eine Gefahr für Menschen und andere Tiere besteht nicht, aber zum Schutz der wertvollen, vom Aussterben bedrohten Tierart muss die Tierseuche zwingend eingedämmt werden.

Hierzu hatte das Landratsamt Esslingen in der letzten Woche um Mithilfe der Bevölkerung gebeten. Um eine Verschleppung der Krebspest zu vermeiden, sollten der Trinkbach, die Lindach, die Gießnau, der Jauchertbach, der Seebach sowie deren Zuflüsse nicht betreten werden. Hundebesitzer wurden gebeten, ihre Tiere von den Bächen fernzuhalten, damit die Krebspestsporen nicht durch das nasse Fell übertragen werden können.

Umfassende Verbote
Der Schutz der noch nicht infizierten Flusskrebsbestände muss jetzt weiter erhöht werden. Zusätzliche Maßnahmen sind erforderlich, um eine Verschleppung der Erreger zu verhindern und die noch vorhandenen Bestände der heimischen Edel- und Steinkrebse vor einer Infektion zu schützen. Daher hat das Landratsamt Esslingen eine Allgemeinverfügung erlassen, die den wasserrechtlichen Gemeingebrauch in verschiedenen oberirdischen Gewässern einschränkt.

Folgende Aktivitäten sind an den Gewässern im Einzugsgebiet der Lindach und in Teilbereichen der Lauter dadurch grundsätzlich verboten:
§  Betreten der oberirdischen Gewässer
§  Einbringen von Stoffen zum Zwecke der Fischerei
§  Baden
§  Tränken von Vieh
§  Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen
§  Fahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft
(z. B. Kajaks und Kanadier)
§  Entnehmen von Wasser im Rahmen des Gemeingebrauchs
 
Insbesondere sind Hunde und auch andere Tiere durch ihre Besitzer zwingend davon abzuhalten, die Gewässer zu betreten.
 
Die detaillierte Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Landratsamtes Esslingen in der Rubrik „Bürgerservice - Öffentliche Bekanntmachungen“ veröffentlicht. Die betroffenen oberirdischen Gewässer sind in der Allgemeinverfügung genannt und in einer Karte dargestellt. Die Verfügung gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2019.

Weitere Informationen
Amt für Umweltschutz, Saskia Demel, Telefon 0711 3902 42463 oder E-Mail: Umweltschutz@LRA-ES.de

Amtsleiter

Peter Keck

Peter Keck

Telefon 0711 3902-42030
Telefax 0711 3902-52030
Kontakt

Sekretariat
Telefon 0711 3902-42032, -42038
Telefax 0711 3902-58902
Kontakt