Bundesförderung für Wasserstoffprojekt des Landkreises Esslingen eingetroffen

Der Landkreis Esslingen hat für das Projekt „Emissionsfreie Straßenmeisterei“ nun die Förderung des Bundes in Höhe von 388.500 Euro erhalten. Damit werden zwei Brennstoffzellen-Fahrzeuge für die Straßenmeistereien beschafft.

 
Der Aufbau der beiden Betriebsdienstfahrzeuge für die Straßenmeistereien im Landkreis Esslingen und Göppingen ist bereits in Gang, nun ist im Landratsamt Esslingen die Urkunde für einen Zuwendungsbescheid durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Höhe von 388.500 Euro eingegangen. Die Förderung erhält der Landkreis für sein Projekt „Emissionsfreie Straßenmeisterei“ im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das Projekt ist ein Teilprojekt des HyPerformer-Projektes „H2Rivers“ der Metropolregion Rhein-Neckar. Steffen Bilger, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, hatte die Förderbescheide bei einer Veranstaltung Ende Juni in Ludwigshafen übergeben.

 
Zusammen mit einer Förderung des Landes in Höhe von insgesamt 200.000 Euro im Rahmen der Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität Baden-Württemberg stehen dem Landkreis für den Auf- und Ausbau der Brennstoffzellentechnologie nun mehr als eine halbe Million Euro Fördermittel zur Verfügung.

„Mir war es immer wichtig, nicht in Konzepten zu verharren, sondern zu handeln. Unser Projekt ist beispielgebend für die Innovationskraft der Unternehmen, Einrichtungen und Hochschulen in unserem Landkreis. Mit solchen Projekten können wir Impulse für eine erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels setzen“, sagt Landrat Heinz Eininger zu dem Projekt.

Die Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 4,6 Tonnen werden als Pilotserienfahrzeuge aufgebaut. Bei dem Projekt kooperiert der Landkreis Esslingen mit der Hochschule Esslingen, dem Unternehmen Elektrofahrzeuge Stuttgart (EFA-S GmbH) und weiteren Partnern aus der regionalen Wirtschaft. Die Vorteile dieses Fahrzeugkonzepts liegen nach Einschätzung der Experten aus Wissenschaft und Praxis in den sehr guten Marktperspektiven. Sie können nicht nur in Straßenmeistereien zum Einsatz kommen, sondern bilden auch das klassische Nutzungsspektrum eines Fahrzeugs in kommunalen Bauhöfen ab. Ein weiterer Vorteil dieses Fahrzeugkonzeptes liegt darin, dass die bereits bestehenden Wasserstoff-Tankstellen mit dem weiter verbreiteten 700 bar-System genutzt werden können.

Der Lieferzeitpunkt für das erste Brennstoffzellenfahrzeug ist im Frühjahr 2022 vorgesehen. Bereits im ersten Halbjahr kommenden Jahres wird somit ein Brennstoffzellen-LKW in den Straßenmeistereien des Landkreises im Einsatz sein. Damit nimmt der Landkreis Esslingen im Bereich der Marktaktivierung des Brennstoffzellen-Antriebsstrangs bei Nutzfahrzeugen eine Vorreiterrolle ein.

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Andrea Wangner

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