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Bürger packen für das Anlegen eines Blühstreifen kräftig an

Wer hinsichtlich der Diskussion um Insektensterben von Agrarwüsten spricht, muss auch von städtischen Insekten-Wüsten sprechen. Versiegelung und kurzgehaltene Rasenflächen machen innerstädtische Flächen für Insekten unbrauchbar. Dies muss jedoch nicht sein. Der Bauhof Kirchheim ging mit gutem Beispiel voran und wandelte die Fläche um das Bauhofgelände in ein Insektenparadies um. Dort wachsen insektenfreundliche Blumen wie beispielsweise Wiesen-Flockenblumen, Echter Dost (Oregano), Wilde Malve und Vertreter der Gattungen Salbei, Kuhschellen und Königskerzen.

Auf dem Gelände der Max-Eyth Schule, direkt gegenüber des Bauhofes Kirchheims, entsteht nun eine weitere Blühfläche. Eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger um die Initiative „Blühende Wiese“, zusammen mit Naturschützern und dem Forum 2030 hat die Blühfläche am 5. April angesät. Getragen von Enthusiasmus und dem Willen etwas zu bewegen, entsteht auf dem Gelände aus Rasen nun eine Bienenweide. Finanzielle und organisatorische Unterstützung wurde vom Projekt „Blühender Landkreis“ übernommen. Auch bei Schulleiter Jochen Schade stieß die Idee sofort auf offene Ohren und das Vorhaben wurde von Seiten der Hausmeister unterstützt.

Im Vorfeld liefen die Saatbettvorbereitungen auf Hochtouren. Freitagnachmittags trafen sich jeweils 5-8 Mitstreiter, um auf einer Fläche von 100 m² den Oberboden abzutragen und Sand unterzumischen. Diese radikal wirkende Methode verspricht die größten Erfolgschancen, denn für eine langjährige Anlage einer naturnahen artenreichen Blumenwiese bedarf es eines nährstoffarmen, gut wasserdurchlässigen Bodens.
 
Das Saatgut stammt von der Firma Rieger-Hofmann, die sich auf die Herstellung von heimischem Saatgut spezialisiert hat. Die enthaltenen Blumenarten sind besonders auf die Ansprüche von Wildbienen abgestimmt. Denn nicht alle Blüten sind für Insekten als Nahrungsquelle gleichermaßen wertvoll. Besonders exotische Pflanzen oder gezüchtete Sorten ohne Pollen sind für Insekten nicht nutzbar.

Damit sich eine mehrjährige Blühfläche entwickeln kann, ist es wichtig, dass die Blumen zur Blühreife kommen und die Samen ausfallen können. Bisher wurde die gesamte Rasenfläche der Max-Eyth Schule mehrmals im Jahr gemulcht. Für die Bienenweide reicht jedoch eine einmalige Mahd im Frühjahr. So bleiben über den Winter auch die hohlen Stängel stehen, was zwar optisch nicht so schön aussieht, aber einigen Insekten wertvolle Winterquartiere bietet. Um diese nachhaltige Umsetzung des Projekts zu gewährleisten, übernimmt zukünftig die Initiative „Blühende Wiese“ auch das Mähen.

Etwas Geduld ist noch gefragt, bis die Fläche blüht. Bald werden sich dann viele Insekten, aber auch Passanten, an der bunten Blütenpracht erfreuen können. Der Förderverein der Max-Eyth Schule steht dem Projekt sehr positiv gegenüber und somit könnte das Projekt in Zukunft sogar noch ausgeweitet werden. Wer Interesse hat, sich an diesem oder an weiteren, von der Initiative geplanten Projekten zu beteiligen, ist herzlich willkommen.
 
Kontakt
Initiative „Blühende Wiese“, Annette Christian, Telefon  07021/7401326 oder E-Mail: a.christi@web.de