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Ichthyosaurier & Co. verlassen als Letzte das Bestandsgebäude des Landratsamts

(Foto: LRA ES Nicole Klöckner) Einzigartig erhaltenen Versteinerungen aus der Jurazeit zierten für Jahrzehnte Wände des Bestandsgebäudes des Landratsamts in den Esslinger Pulverwiesen. Jetzt waren jede Menge technisches Know-How und handwerkliches Geschick erforderlich, damit auch sie als Letztes ausziehen konnten.

Nachdem alle Ämter der Kreisverwaltung aus dem Bestandsgebäude des Landratsamts in den Esslinger Pulverwiesen ausgezogen waren, gab es Platz und Ruhe für den Abtransport von drei im Gebäude präsentierten, einzigartig erhaltenen Versteinerungen. 

Allerlei technische Raffinesse und schweres Gerät waren erforderlich, um die perfekt versteinerten Skelette zweier Ichthyosaurier aus dem 2. und 6. Stock und eines Meereskrokodils aus dem 1. Stock unbeschadet von der Wand, aus dem Haus und auf den Transporter zu bringen.

Die Posidonienschieferplatten mit den Versteinerungen aus der Jurazeit, die aus der Gegend von Holzmaden stammen, haben eine beachtliche Größe. Die beiden Ichthyosaurier weisen eine Länge von 2,80 Meter auf, sind 80 bzw. 95 Zentimeter hoch und vier bzw. sechs Zentimeter dick. Das Meereskrokodil bringt es auf eine Länge von 3,40 Meter mit einer Höhe von 90 Zentimeter und einer Stärke von vier Zentimetern. Die Versteinerungsplatten wiegen zwischen 300 bis 375 Kilogramm – und wurden damit ein Fall für das auf Schwertransporte spezialisierte Unternehmen Scholpp Kran und Transport mit einer Niederlassung in Stuttgart. Dessen Mitarbeiter bewerkstelligten den Umzug der fossilen Schätze mit extra an den Decken angebrachten Flaschenzügen, mit auf Maß angefertigten Stahlrahmen und Transportboxen, einem Ladekran und jeder Menge technischem Know-How.

(Foto: LRA ES Nicole Klöckner) Für den Auszug von drei einzigartig erhaltene Versteinerungen aus dem Bestandsgebäude des Esslinger Landratsamts musste ein auf Schwertransporte spezialisierten Unternehmens auch einen Kran einsetzen.

Die Versteinerungen wurden zunächst ins Interims-Quartier, das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden, gebracht. Die neuen Präsentationsorte werden aktuell geprüft. Die Landkreisverwaltung ist im Besitz zahlreicher weiterer Versteinerungen aus dem Posidonienschiefer aus der Umgebung von Holzmaden. Diese wurden hauptsächlich zwischen 1978 und 1993 erworben und werden in verschiedenen Einrichtungen des Landkreises präsentiert.