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An der Max-Eyth-Schule wird die Lernfabrik Industrie 4.0 in Betrieb genommen

IHK-Geschäftsführer Christoph Nold, Landrat Heinz Eininger und Ministerialdirektor Michael Kleiner (von links) lassen sich vor Ort an der Max-Eyth-Schule die Technik vorführen. Foto: Landratsamt Esslingen, Andrea Wangner

An der Max-Eyth-Schule in Kirchheim unter Teck ist im Verbund mit weiteren gewerblich-technischen Schulen im Landkreis Esslingen die Lernfabrik Industrie 4.0 eingerichtet worden. Mit Finanzmitteln des Landkreises, des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg und Partnerbetrieben wurden insgesamt 836.000 Euro investiert.

„Mit dieser Lernfabrik schaffen wir für Schülerinnen und Schüler an unseren beruflichen Schulen eine Lernlandschaft, in der sie praxisnah auf dem neuesten Stand der Technik zu hoch qualifizierten Fachkräften ausgebildet werden“, sagte Landrat Heinz Eininger bei der Eröffnung der Lernfabrik Industrie 4.0 am Dienstag, 3. Mai in Kirchheim/Teck. Die standortübergreifende Lernfabrik besteht aus einem Anlagenkern an der Max-Eyth-Schule sowie den beiden Grundlagenlaboren an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen und der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen.

In der Lernfabrik können Grundlagen für anwendungsnahe Technologien und Prozesse erlernt werden. Die Berufsfelder Maschinenbau, Metall-, Elektro- und Informationstechnik werden dabei in der Lernumgebung auf der Basis aktueller Industriestandards verknüpft. Gemeinsam mit den kaufmännischen Schulen kann der Bereich der Betriebswirtschaft und damit der gesamte Wirtschaftskreislauf abgebildet werden.

Die Lernfabrik im Landkreis Esslingen ist im Rahmen des zweiten Förderaufrufs des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg konzipiert worden: „Die Ausbildung von Fachkräften ist eine wichtige Aufgabe unserer Zeit. Dass modernste Technologien wie die intelligente, vernetzte Digitalisierung an den beruflichen Schulen in den Unterricht fließen, ist dabei von immenser Bedeutung. Daher freue ich mich, dass sich die Max-Eyth-Schule, die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule und die Friedrich-Ebert-Schule dieser großen Aufgabe engagiert angenommen haben“, sagte Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium. Auf einen ersten Förderaufruf des Wirtschaftsministeriums wurden 16 Lernfabriken im Land gefördert. Dem zweiten Förderaufruf folgten neben der standortübergreifenden Lernfabrik im Landkreis Esslingen 21 weitere.

Die Einrichtung zur Ausbildung von künftigen Fachkräften kostete insgesamt 836.000 Euro. 770.000 Euro davon wurden in die Anschaffung von Maschinen und Geräten investiert, 66.000 Euro wurden als Sachkosten für Schulungen, Entwicklung der Homepage und weiteres verbucht. Der Landkreis Esslingen finanzierte die Lernfabrik mit 411.000 Euro, mit 350.000 Euro bezuschusste das Wirtschaftsministerium die Einrichtung und 75.000 Euro spendeten Partner aus der Wirtschaft.

Die Lernfabrik Industrie 4.0 ist eine der vielfältigen Digitalisierungsaktivitäten an den beruflichen Schulen des Landkreises Esslingen. Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen unterhält neben einem Grundlagenlabor der Lernfabrik zusätzlich eine Hochvoltwerkstatt sowie ein Building-Information-Modelling-Labor. An der Friedrich-Ebert-Schule-in Esslingen wird neben dem weiteren Grundlagenlabor der Lernfabrik ein Modul „Künstliche Intelligenz“ als Ergänzung für dieses Labor eingerichtet, zudem gibt es das Eisenbahnlabor 4.0 und das Multilabor 4.0. An der John-F.-Kennedy-Schule in Esslingen wird ein Digitales Büro unterhalten und an der May-Eyth-Schule gibt es so genannte Augmented Reality bzw. Mixed-Reality Methoden als Ergänzung zur Lernfabrik.

Der Landkreis Esslingen investiert insgesamt rund 13 Millionen Euro in die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie und auch in die in der Fortschreibung des Medienentwicklungsplans festgelegten Zielsetzungen. „Auf dem Weg in eine Wirtschaft 4.0 ist die Digitalisierung der zentrale Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit und gleichzeitig Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit“, sagte der Landrat.

Bei der Eröffnung der Lernfabrik Industrie 4.0 an der gewerblichen Schule für Metall- und Elektrotechnik in Kirchheim sind die Grundlagenlabore an den gewerblich-technischen Schulen in Nürtingen und Esslingen-Zell virtuell zugeschaltet. Foto: Landratsamt Esslingen, Andrea Wangner