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Am Landratsamtsgebäude beginnen die Rückbauarbeiten

Seit dieser Woche steht der Bauzaun um das Bestandsgebäude des Landratsamts Esslingen in den Pulverwiesen. Im Inneren sind die Rückbauarbeiten gestartet. Foto: Landratsamt Esslingen, Andrea Wangner

Diese Woche wird der Bauzaun um das Bestandsgebäude des Landratsamts Esslingen in den Pulverwiesen gestellt. Gleichzeitig damit beginnen die Rückbauarbeiten im Inneren des Gebäudes, das in den kommenden Jahren durch einen Neubau ersetzt wird.

„Mit unseren Planungen schaffen wir nicht nur eine höhere Kapazität an Arbeitsplätzen in einem modernen Verwaltungsneubau, sondern können damit auch einen hohen ökologischen Standard setzen“, sagt Landrat Heinz Eininger zum Auftakt der Arbeiten.

In der vergangenen Woche sind dem mit den gesamten Planungs- und Bauleistungen beauftragten Unternehmen Züblin die Schlüssel für das Gebäude ausgehändigt worden. In dieser Woche beginnen Rückbauarbeiten in dem Gebäude. Beginnend im sechsten Stock wird das Gebäude in den kommenden Wochen und Monaten von oben nach unten entkernt. Zunächst wird die Stromversorgung unterbrochen, dann werden abgehängte Decken und Zwischenwände entfernt und die Bodenbeläge herausgenommen. Zudem werden Leitungen aller Art rückgebaut. Die Baustoffe werden sortenrein getrennt und bestmöglich weiterverwendet oder wiederverwertet – der Ansatz des so genannten cradle to cradle der Kreislaufwirtschaft von Baustoffen wird konsequent angewendet, bis hin zum Beispiel zum Recycling des verwendeten Betons.

Ein Bauzaun sichert das Gebäude während der Dauer der Bauarbeiten ab. Der Zugang zum Infopoint und später zur Empfangstheke im Erweiterungsbau wird mit Bannern bestmöglich markiert, damit sich die Kundinnen und Kunden weiterhin gut zurechtfinden. Der Infopoint im Bestandsbau bleibt die nächste Zeit wie gewohnt in Betrieb. Derzeit wird im Erweiterungsbau, der das Sozialdezernat beherbergt, ein barrierefreier Zugang mit Empfangstheke geschaffen. Die Parkplätze entlang der Pulverwiesen bleiben erhalten.

Die Rückbauarbeiten im Bestandsgebäude dauern voraussichtlich bis September dieses Jahres. Dann erfolgt der Abbruch des Gebäudes bis ins Frühjahr 2023. Danach kann mit Aushubarbeiten und dem Rohbau begonnen werden. Die Übergabe des Gebäudes ist auf Ende 2025 terminiert.

Der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes ist notwendig geworden, weil das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1978 zu klein geworden ist für die Anzahl der Mitarbeitenden und zudem erhebliche bauliche, technische und auch funktionale Mängel aufweist. Eine Realisierungsstudie mit der Untersuchung verschiedener Sanierungsvarianten im Vergleich zu einer Neubauvariante hatte ergeben, dass es in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung sinnvoller ist, das Bestandsgebäude abzubrechen und an dessen Stelle einen Neubau mit bis zu 675 Arbeitsplätzen zu erstellen.