Pressesprecherin

Andrea Wangner

Andrea Wangner

Telefon 0711 3902-43832
Telefax 0711 3902-53832
Kontakt

Sekretariat
Telefon 0711 3902-42032, -42038
Telefax 0711 3902-58902
Kontakt


www.landkreis-esslingen.de/site/LRA-Esslingen-ROOT/get/params_E1845373111/15103184/Hoerbehindertenberatung_ES.pdf      Kontakt  

Fachkräfteausbildung auf der virtuellen Bahnstrecke Stuttgart-Plochingen im Eisenbahnlabor 4.0

Simon Ehrhardt, Auszubildender als Fahrdienstleiter, lässt den Intercity durch den Bahnhof Esslingen passieren, derweil verschaffen sich Landrat Heinz Eininger, Projektleiter Eberhard Gegier (links) und Schulleiter Erhard Hofmeister (rechts) einen Eindruck vom einzigartigen Zugsimulator. (Foto: Andrea Wangner)
Simon Ehrhardt, Auszubildender als Fahrdienstleiter, lässt den Intercity durch den Bahnhof Esslingen passieren, derweil verschaffen sich Landrat Heinz Eininger, Projektleiter Eberhard Gegier (links) und Schulleiter Erhard Hofmeister (rechts) einen Eindruck vom einzigartigen Zugsimulator. (Foto: Andrea Wangner)

An der gewerblich-technischen Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen ist das Eisenbahnlabor 4.0 offiziell in Betrieb genommen worden. Fahrdienstleiter und Lokomotivführer können sich in dem Ausbildungszentrum auf einer simulierten Bahnstrecke aus- und weiterbilden.

„Das Eisenbahnlabor ist in seiner Größe und Beschaffenheit einmalig in Deutschland“, sagte Landrat Heinz Eininger bei der Eröffnung des Eisenbahnlabors am Montag, 12. Juli. Die ersten Planungen zum Eisenbahnlabor hatten im Schuljahr 2016/2017 Fahrt aufgenommen. Im Laufe der vergangenen Jahre machten sich Eisenbahner im Betriebsdienst, Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums sowie Metallbauer an der gewerblich-technischen Friedrich-Ebert-Schule im Berufsschulzentrum Zell mit Unterstützung der Lehrerschaft daran, eine Eisenbahn im Modell zu erstellen. Für den Zugkreislauf wurden etwa 500 Meter Schienen verbaut, rund 120 Weichen gesetzt und zirka 2.000 Kabel gezogen. Diese Modelleisenbahn wurde digital ergänzt und ist somit erst zum Herzstück des überbetrieblichen Ausbildungszentrums, zum Eisenbahnlabor 4.0 geworden. Das Eisenbahnlabor konnte mit Kosten von insgesamt rund 140.000 Euro verwirklicht werden.

In der Zugsimulation wird nun die reale Bahnstrecke von Stuttgart nach Plochingen mit den Bahnhöfen Plochingen, Esslingen, Bad Cannstatt und Stuttgart Hauptbahnhof abgebildet. Jeder Bahnhof ist dabei in seinen spezifischen Eigenheiten beispielhaft und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit ihre Fertigkeiten und Kenntnisse in einer nahezu realen Lernumgebung zu erweitern. Auf dem Modellfeld gibt es zum Beispiel 480 Teilabschnitte, die über die Stellwerke elektronisch überwacht werden können.
 
„Die Friedrich-Ebert-Schule schafft mit dem Eisenbahnlabor einen wichtigen Rahmen, um dem Fachkräfte- und Lokführermangel zu begegnen“, sagte der Landrat mit Blick auf den fehlenden Nachwuchs in dieser Branche. Bahnunternehmen beschäftigen sich schon länger mit dem zunehmenden Personalmangel. Nicht zuletzt biete die Schule mit ihrem günstig gelegenen Standort – nahe an der Bahnschiene - die besten Voraussetzungen für die Bahnbetriebe im Umkreis. „Wir können die Bedürfnisse der Unternehmen hervorragend abbilden.“

Der Schulleiter Erhard Hofmeister konnte die digitale Präsentation des Eisenbahnlabors - pünktlich wie die Eisenbahn - mit Vertretern vom Regierungspräsidium Stuttgart, sowie der DB Bildung Region Südwest starten.
 
Weitere Information: www.fes-es.de