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Wasser für den Garten

Brunnen und Motorpumpen müssen genehmigt werden

Aufgrund der viel zu geringen Niederschläge in den letzten Wochen leiden die Gärten unter der Trockenheit. Hält die Trockenheit noch länger an, geht selbst manchen Obstbäumen das Wasser aus. Auch in den Bächen und Flüssen fehlt das Wasser. Fische und andere Wasserbewohner leiden unter den niedrigen Wasserständen. Weil Bäche und Flüsse sehr empfindliche Lebensräume darstellen, soll aus Bächen und Flüssen nicht grenzenlos Wasser für den eigenen Garten „abgezweigt“ werden. Auch wenn das notwendige Nass in manchen Gegenden verlockend nah vor dem eigenen Garten entlang fließt, darf die Bewässerung von Gärten nicht auf Kosten der Gewässer gehen.

Benjamin Heemeier, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Esslingen: „In der Regel ist eine wasserrechtliche Erlaubnis des Landratsamtes für die Wasserentnahme notwendig, wenn dies mit Pumpen aus Bächen, Flüssen und Grundwasser geschieht. Ohne Erlaubnis kann Wasser mit Eimern oder Gießkannen geschöpft werden. Dieser sogenannte Gemeingebrauch ist jedoch nur in geringen Mengen erlaubt.“

Als untere Wasserbehörde muss das Landratsamt auch die Herstellung und den Betrieb von Brunnen prüfen. „Grundwasser ist in der Regel durch den Boden gut geschützt und ist vieler-orts die Grundlage der öffentlichen Wasserversorgung. Wir müssen daher Gefahren für das Grundwasser verhindern“, so Benjamin Heemeier. Wird in das Grundwasser eingegriffen, muss dies dem Landratsamt gemeldet werden. An vielen Stellen im Kreis Esslingen besteht zudem aufgrund der Untergrundbeschaffenheit kaum eine Chance, in wirtschaftlich erreichbarer Tiefe Grundwasser anzutreffen. „Die Sammlung von Regenwasser in großen Zisternen ist da schon eher eine Möglichkeit, Wasser zur Gartenbewässerung zu gewinnen“, ergänzt der Amtsleiter.

Das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz empfiehlt, den Wasserbedarf am besten schon bei der Gestaltung des Gartens zu berücksichtigen. Beispielsweise verdunstet bei einer geeig-neten Verschattung weniger Wasser. Außerdem speichert ein lockerer, humusreicher Boden eine größere Wassermenge. Mulchen im Gemüsebeet verhindert, dass der Boden schnell austrocknet. Zwar gibt es im Landkreis Esslingen eine sehr sichere und gut ausgebaute öffentliche Wasserversorgung, die auch bei langer Trockenheit genügend Trinkwasser bereitstellt. Man sollte nie vergessen, dass sauberes Trinkwasser kostbar ist und sparsam zu verwenden ist.

Weitere Informationen
Landratsamt Esslingen, Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Dr. Beate Baier, Telefon 0711 3902-42490.