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Andrea Wangner

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Die Brut- und Aufzuchtzeit der Wildtiere hat begonnen - Bitte nicht anfassen!!

Sobald das Wetter wieder wärmer wird und sich das Frühjahr ankündigt, lockt es die Menschen zunehmend hinaus in Wald und Feld, um ihre Freizeitaktivitäten zu betreiben. Gleichzeitig und nahezu unbemerkt beginnt die Brut- und Aufzuchtzeit der Wildtiere. Der Wildtierbeauftragte des Landkreises Esslingen bittet darum, Wildtiere und ihren Nachwuchs vor Störungen zu schützen. Deshalb immer auf den Wegen bleiben, Hunde an der Leine führen und keinesfalls Jungtiere anzufassen.
Wildtiere nehmen Menschen und Hunde auf Wegen nicht als große Bedrohung wahr. Hunde die freilaufen, können aber beim Stöbern im Wald durchaus von einer Wildschweinbache, die ihre Frischlinge verteidigt, angegriffen werden. Auch nicht im freien Feld, denn da sitzen die jungen Feldhasen, Rehkitze und bodenbrütende Vögel. Zudem produzieren unsere Landwirte auf Wiesen und Feldern Futter- und Nahrungsmittel. Auch abgelegter Hundekot muss hier entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden.
 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, werden Jungtiere oder Jungvögel, die scheinbar allein und verlassen sind dennoch von den Elterntieren versorgt. Das einsame ablegen der Jungtiere dient zum Schutz vor Fressfeinden. Rehkitze die alleine und regungslos verharren, sind auch durch den fehlenden Eigengeruch für ihre Feinde so gut wie unauffindbar. Auch kleine Feldhasen sitzen oft scheinbar allein gelassen im Gras. Die Häsin säugt diese aber trotzdem in regelmäßigen Abständen.
 
Deshalb ist es wichtig sich beim Auffinden von Jungtieren zügig zu entfernen, damit die Elterntiere sie ungestört versorgen können. Jungtiere dürfen nicht berührt und schon gar nicht mitgenommen werden. Dadurch kann der menschliche Geruch auf die Tiere übertragen werden. Dies kann dazu führen, dass die Jungen von den Eltern verlassen werden und diese dann verhungern und eingehen. Zudem besteht auch die Gefahr sich an Krankheiten, die auf den Menschen übertragbar sind anzustecken.
Durch einfache Einschränkungen in ihrem Verhalten, können Sie einen großen Beitrag für die Wildtiere und die Natur leisten und diese trotzdem voll genießen. Falls Sie Fragen dazu haben, beantworten diese gerne die örtlichen Jäger, sowie der Wildtierbeauftragte des Landkreises, Daniel Ulmer, unter 0711 3902-42717 oder Ulmer.Daniel@LRA-ES.de