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Peter Keck

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Landkreis Esslingen schreibt die angemessenen Unterkunftskosten für Sozialleistungsberechtigte fort

Umfrage zur Erhebung von aktuellen Mieten

Wie viel darf eine Mietwohnung kosten? Diese Frage ist vor allem dann wichtig, wenn der Landkreis die Miete im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt oder der Grundsicherung durch das Jobcenter und das Kreissozialamt bezahlt. Wie alle Kommunen in Deutschland muss der Landkreis Esslingen als zuständiger Träger für die Kosten der Unterkunft nach dem Sozialgesetzbuch II und XII (SGB II und SGB XII) den Spagat schaffen, einerseits bedürftigen Bürgern eine angemessene Unterkunft zu finanzieren, andererseits aber die Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Daher hat der Landkreis 2018 erstmals die angemessenen Kosten der Unterkunft, die sogenannte Mietobergrenze,
für das gesamte Kreisgebiet ermittelt. Hierfür mussten auch die umfangreichen Vorgaben des Bundessozialgerichtes berücksichtigt werden. Die Fortschreibung erfolgt alle zwei Jahre. In die Fortschreibung werden auch die Erfahrungswerte einfließen, die in der Zeit seit der erstmaligen Anwendung gemacht wurden.
  
Mithilfe der Bürger bei Umfrage benötigt
Um die angemessene Miethöhe möglichst genau abzubilden, ist der Landkreis Esslingen unter anderem auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen: Ab dem 14.02 bis zum 30.04.2020 wird im Auftrag der Landkreisverwaltung das Institut Rödl GmbH nach dem Zufallsprinzip eine Vielzahl von Mietern, Wohnungseigentümern und alle Wohnungsbaugenossenschaften im Landkreis anschreiben, um Informationen zu den jeweiligen Mietangeboten und den entsprechenden Miethöhen zu erhalten. Dabei besteht auch für Mieterinnen und Mieter, die nicht direkt vom Landkreis angeschrieben werden, die Möglichkeit zur Teilnahme an der Erhebung. Hierfür ist eine Telefon-Hotline eingerichtet: Telefonnummer 0911/91 93 4000 (Festnetztarif).
 
Anonymisierte Angaben zu Mieten
Im Rahmen der Erhebung werden keine personenbezogenen Daten gesammelt. Die Datenerhebung erfolgt dem Bundesdatenschutzgesetz entsprechend anonymisiert. Es werden lediglich Wohnungsdaten benötigt. Basierend auf dieser Datengrundlage wird das Konzept zu den Mietobergrenzen im Landkreis fortgeschrieben, die der Landkreis ab dem 1. August 2020 für die Kosten der Unterkunft im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung berücksichtigt.
 
Nähere Informationen erhalten Sie über das vom Landkreis Esslingen beauftragte Unternehmen, Telefon-Hotline: 0911/91 93 4000 (Festnetztarif)