Essstörungen

Informationen und die Auseinandersetzung über problemtisches Essverhalten und Essstörungen, Risiken, Alternativen und Hilfen sind Bestandteil in vielen präventiven Projekten und Angeboten, die sich an Jugendliche richten – neben anderen Suchtmitteln und Suchtformen. Es geht dabei besonders um die gesundheitlichen Gefahren und Unterstützungsangebote. Es wird in Elternabenden und in den Fortbildungen für Lehr- und Fachkräfte thematisiert. In den Schulungen für Führungskräfte ist es immer wieder ein Thema. Daneben gibt es spezifische Angebote und Veranstaltungen, die den Fokus schwerpunktmäßig auf den Bereich Essstörungen haben. Betroffene finden Unterstützung bei der Anlauf- und Beratungsstelle Essstörungen Esslingen, die landkreisweit zuständig ist für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Angehörige und Fachkräfte. In jeder der sechs Psychologischen Beratungsstellen gibt es eine Ansprechpartnerin für Essstörungen. Flyer (385,5 KB)
 
Kooperationstreffen Essstörungen
Bereits seit 1993 gibt es ein regelmäßiges Kooperationstreffen Essstörungen unter Federführung der Beauftragten für Suchtprophylaxe. Eingeladen sind drei Mal im Jahr alle ambulanten und stationären Einrichtungen im Landkreis, die mit Essstörungen zu tun haben. Die aktuellen Entwicklungen werden beleuchtet, Bedarfe aufgezeigt und geeignete Hilfsangebote erarbeitet und Kooperationen vereinbart. Es werden präventive Angebote entwickelt. Referenten werden eingeladen oder aus den eigenen Reihen Fachreferate eingebracht, was den Treffen Fortbildungs-charakter gibt. Neben den verschiedenen Beratungsstellen kommen Kliniken, Wohngruppen, Krankenkassen und Ernährungsberaterinnen, Selbsthilfegruppen, niedergelassene Psychotherapeuten u.a. zusammen.
 
Hilfsangebote der Anlauf- und Beratungsstelle Essstörungen und Psychologischen Beratungsstellen für Betroffene, Eltern und Multiplikatoren
Im Landkreis können sich Betroffene an die Psychologischen Beratungsstellen werden. In jeder der sechs Beratungsstellen gibt es eine Ansprechpartnerin für den Bereich Essstörungen und z.T. Gruppenangebote für Betroffene und Angehörige / Eltern. In Esslingen gibt es an der Psychologischen Beratungsstelle im Kreisdiakonieverband eine spezialisierte Anlauf- und Beratungsstelle Essstörungen, die landkreisweit tätig ist und auf Anregung des Kooperationstreffens ent-standen ist. Wenn neben der Essstörung eine stoffliche Suchtenwicklung (Alkohol, Medikamente, Drogen u.a.) deutlich wird, sind die Suchtberatungsstellen und die Jugend- und Drogenberatung Ansprechpartner, bei sexualisierter Gewalt die entsprechenden Fachberatungsstellen Kompass und Wildwasser. Die ambulanten Anlaufstellen sind im Wegweiser Essstörungen zusammen gestellt. Anlaufstelle Esslingen, Flyer (385,5 KB)
 
Konzertierte Aktion Prävention Essstörungen
Im Sommer 2015 wurde eine breit getragene Präventionsaktion Essstörungen gestartet, die sich mit einem umfassenden Informations-, Fortbildungs- und Unterstützungsangebot an Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit / Jugendhilfe richtet. Initiiert von der Suchtprophylaxe zusammen mit dem Kooperationstreffen Essstörungen, finanziell getragen von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, unterstützt von der AOK Neckar-Fils, dem Kulturzentrum Dieselstrasse Esslingen und dem Mehrgenerationenhaus Linde Kirchheim. Die Präventionsaktion richtet sich an die Lehr- und Fachkräfte unter dem Motto “… weil wir etwas bewirken können!” und besteht aus drei Bausteinen:
Sichtungsveranstaltungen von Präventionstheaterstücken und Fachvortrag Grundlagen- und Methoden-Fortbildungen zur Umsetzung von Prävention von Essstörungen in der eigenen Arbeit und EinrichtungUnterstützung und Beratung bei der Umsetzung vor Ort (Workshops, Elternabende, Präventionstheater, Finanzierung). Flyer (1,224 MB) und Bericht (969 KB) 
 
Fortbildungen Essstörungen
Es werden regelmäßig Fortbildungen für Multiplikatoren angeboten, z. B für Erzieherinnen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Fachkräfte in der Jugendarbeit / Jugendhilfe, für Führungskräfte und Ausbilder, Ernährungsberaterinnen u.a. Durchgeführt werden die Fortbildungen von Mitarbeiterinnen der Psychologischen Beratungsstellen, der Anlauf- und Beratungsstelle Essstörungen Esslingen und der Suchtprophylaxe.
 
Info-Einheiten und Workshops Essstörungen
Besonders an Gymnasien und Beruflichen Schulen werden Info-Einheiten und Workshops zum Thema Essstörungen für Mädchen und Jungen durchgeführt. Referenten sind Mitarbeiterinnen der Suchtprophylaxe und Psychologischen Beratungsstellen. Dabei geht es um das Erkennen von problematischem Essverhalten und Essstörungen, um Motive des Essens und Nicht-Essens, um Schlank-heitsideale und Diäten, um die Annahme des eigenen Körpers und Entspannungs- und Konfliktlösungsstrategien.
 
Mädchen SUCHT Junge
Bei den interaktiven Thementafeln gibt es spezifische Tafeln zum Bereich BodyKult, mit denen die Auseinandersetzung mit den Jugendlichen angestoßen werden kann. Thematisch geht es um den Umgang mit dem eigenen Körper, das eigene Selbstbild, Diäten und Schönheit, um die Funktion des Essens und Nicht-Essens und um die Risken einer Essstörung. Die Tafeln können über die Suchtprophylaxe und das Kreismedienzentrum des Landratsamtes Esslingen ausgeliehen werden. Es gibt Fortbildungen zur Einführung und für den Einsatz der Thementafeln. Flyer (4,341 MB), Handbucher: Alkohol Jungen (2,708 MB), Mädchen (2,953 MB); Rauchen Jungen (2,675 MB), Mädchen (2,726 MB); PC Jungen (2,56 MB), Mädchen (2,4 MB); Bodykult Jungen (2,953 MB), Mädchen (3,03 MB)
 
Präventionstage
Im Rahmen von Präventionstagen in den Schulen werden neben anderen Themenbereichen der Suchtprävention spezifische Einheiten zur Prävention von Ess-störungen angeboten. Sie werden von den Mitarbeiterinnen der Psychologischen Beratungsstellen und der Suchtprophylaxe durchgeführt.
 
 
Präventionstheater und –filme
Über die Beauftragte für Suchtprophylaxe können Präventionstheater Ess-störungen vermittelt werden. Empfehlenswerte Filme zum Thema Essstörungen können im Kreismedienzentrum Esslingen im Landratsamt kostenfrei ausgeliehen werden.
 
Broschüren /Materialien
Empfehlenswerte Broschüren zur Prävention von Essstörungen für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte können über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) - auch in größeren Mengen - kostenfrei bestellt werden und stehen zum Download dort bereit, ebenso über die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

Ansprechpartnerinnen

Christiane Heinze

Christiane Heinze
Beauftragte für Suchtprophylaxe/Kommunale Suchtbeauftragte
Telefon: 0711 3902-41578
Email

Verena Weiss
Beauftragte für Suchtprophylaxe/Kommunale Suchtbeauftragte
Telefon: 0711 3902-41578
Email