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Landkreis Esslingen wappnet sich gegen die Afrikanische Schweinepest

Im Rahmen der Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest konnte eine neue Verwahrstelle für tote Wildschweine an die Kreisjägerschaft übergeben werden:
im Bild v.l.n.r. Dr. Christian Marquardt, Leiter des Kreisveterinäramtes, stellvertretender Kreisjägermeister Hermann Ströbele (Jägervereinigung Esslingen e.V.), Achim Moser, Veterinär-Hygienekontrolleur des Kreisveterinäramtes und Kreisjägermeister German Kälberer (Jägervereinigung Kirchheim/Teck e.V.)

Am Mittwoch, dem 30. Januar 2019, konnte Landrat Heinz Eininger eine neu eingerichtete Verwahrstelle zur Lagerung toter Wildschweine bei der Straßenmeisterei in Kirchheim unter Teck offiziell an die Kreisjägerschaft übergeben. „Die Einrichtung von Verwahrstellen ist eine der zentralen Handlungsoptionen des Landkreises Esslingen, um vorbereitet zu sein, falls die Afrikanische Schweinepest im Landkreis auftritt,“ erklärte Landrat Eininger. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion. Sie wird nicht vom Tier auf den Menschen übertragen ist für den Menschen daher ungefährlich, verläuft aber für Haus- und Wildschweine meist tödlich und kann zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen. Darum arbeitet der Landkreis an der Vermeidung einer Verbreitung der Krankheit und trifft Vorkehrungen für einen möglichen Ausbruch der Seuche.

Als zentrale Maßnahme wird das Netz der Verwahrstellen weiter ausgebaut. Bei den Verwahrstellen werden verendete Wildschweine und Innereien von Wildschweinen, die durch Jäger erlegt wurden, bis zur Entsorgung in geschützten Kühleinrichtungen zwischengelagert. Neben der Anlage in Kirchheim werden in Zusammenarbeit mit den Kreisjägervereinigungen Verwahrstellen in Kirchheim-Nabern und Nürtingen betrieben. Weitere Verwahrstellen in Aichwald und in Beuren werden im Laufe des Frühjahrs fertiggestellt und das Versorgungsnetz im Landkreis vervollständigen.

Das erste Auftreten der Tierseuche muss schnellstmöglich erkannt werden. Im Rahmen des laufenden Monitoringprogramms werden auf Veranlassung des Landratsamts eine Vielzahl von Blutproben erlegter oder verendeter Wildscheine auf das ASP-Virus untersucht. Die Jägerschaft im Landkreis leistet dabei durch die Probenentnahme seit langem einen wertvollen Beitrag.

Da die Reduzierung des Schwarzwildbestands das wirksamste Mittel zur Prävention eines großflächigen Seuchenausbruchs ist, wurde die Jägerschaft im Landkreis Esslingen bereits ausdrücklich aufgefordert, die Bejagung von Schwarzwild zu verstärken und die Abschusszahlen zu erhöhen. Unterstützung erfahren die Jäger durch diverse Erleichterungen, beispielsweise in Bezug auf den Einsatz von Nachtzieltechnik oder bei der Durchführung von Drückjagden. Diese und weitere wildtierökologisch vertretbaren Maßnahmen zur Erleichterung der Schwarzwildbejagung sind in Absprache mit dem Jagdbeirat auf drei Jahre angelegt worden. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Landkreis habe man die Abschussquote um 71 Prozent erhöht, erklärten stellvertretender Kreisjägermeister Hermann Ströbele von der Jägervereinigung Esslingen e.V. und Kreisjägermeister German Kälberer von der Jägervereinigung Kirchheim/Teck e.V.
 
Für den Fall eines Ausbruchs der ASP sind Notfallpläne erarbeitet worden. Die verschiedenen befassten Behörden wie das Veterinäramt, das Rechts- und Ordnungsamtes mit der unteren Jagdbehörde, das Landwirtschaftsamt oder das Straßenverkehrsamt trainieren für den Ernstfall die Zusammenarbeit. Das Veterinäramt ist über die gemeinsame Leitstelle rund um die Uhr erreichbar. Der Landkreis bildet erstmalig einen Veterinärhygienekontrolleur aus, der insbesondere Aufgaben der Seuchenprävention übernehmen wird. Des Weiteren ist zur seuchenhygienisch sicheren Bergung von Falltieren auch in schwierigem Gelände ein geeignetes, geländegängiges Fahrzeug beschafft worden.


Das Landratsamt betont, dass derzeit kein Verdacht auf einen Fall Afrikanischer Schweinepest bestehe. Tot aufgefundene Wildschweine müssen trotzdem umgehend dem Veterinäramt zur sicheren Bergung gemeldet werden.