Weitere Pop-Up-Impfaktionen sind terminiert

Das Impfkonzept, das vom Landkreis Esslingen für Menschen über 80 Jahrenin den Kommunen gestartet worden ist, wird gut angenommen. Inzwischen sind 19 weitere Pop-Up-Impfaktionen in Städten und Gemeinden terminiert

„Ich freue mich, dass wir beim Impfen mit unserem Konzept Menschen über 80 Jahren ein zusätzliches Angebot machen können“, sagt Landrat Heinz Eininger.Nachdem das Sozialministerium den Landkreisen beim Impfen freiere Hand ließ, hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Maltesern Anfang März ein Impfkonzept erstellt. Das sieht vor, dass in den Städten und Gemeinden oder mit Terminkontingenten in einem Kreisimpfzentrum vorrangig Menschen über 80 Jahre geimpft werden, die im Landkreis Esslingen leben und bisher keinen Impftermin bekommen haben oder denen der Weg in ein Kreisimpfzentrum zu beschwerlich ist – insgesamt leben rund 36.000 Menschen in dieser Altersgruppe im Landkreis

In der vergangenen Woche sind die Impfaktionen vor Ort für Menschen über 80 Jahren in Altbach und in Notzingen gestartet. „Diese Aktionen sind erfolgreich verlaufen, alles war sehr gut organisiert“, berichtet Marc Lippe, der Geschäftsführer der Malteser im Landkreis Esslingen. Inzwischen sind mit 19 weiteren Kommunen im Landkreis Termine für Impfaktionen vor Ort oder in den Kreisimpfzentren vereinbart worden. In der kommenden Woche stehen zum Beispiel in den Kreisimpfzentren Kontingente für Impfwillige aus Denkendorf und Filderstadt auf dem Plan, zudem eine Impfaktion vor Ort in Lichtenwald. In der darauffolgenden Woche können sich Menschen über 80 aus Reichenbach, Wendlingen, Köngen, Oberboihingen und Unterensingen vor Ort impfen lassen. Das Landratsamt hatte im Vorfeld der Impfaktionen den Kommunen eine Abfrage zukommen lassen. Von 39 der insgesamt 44 Kommunen im Kreis gab es eine Rückmeldung mit einer Interessensbekundung.
Bei den Vor-Ort-Aktionen impfen die den beiden Kreisimpfzentren angeschlossenen vier Mobilen Impfteams (MIT) sowie das MIT des Zentralen Impfzentrums in Stuttgart mit dem Biontec-Impfstoff, der bis dato in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis verimpft wurde. In den Kreisimpfzentren wird mit den Wirkstoffen Biontec und Astrazeneca geimpft. „Wir haben es durch eine ausgeklügelte Logistik geschafft, dass bisher jede erhaltene Dosis verimpft werden konnte“, berichtet Lippe. Wenn in absehbarer Zeit mehr Impfstoff bereitsteht, können in den beiden Impfzentren im Landkreis je bis zu 800 Menschen täglich geimpft werden.

Eine weitere Säule im Impfkonzept des Landkreises fußt auf der Einbeziehung der Arztpraxen. In Kirchheim wird im Zuge eines Pilotprojekts des Landes in einer Praxis bereits geimpft. Ab Mitte April sollen auch in Hausarztpraxen Impfungen angeboten werden.

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Andrea Wangner

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