Erster elektrisch angetriebener Transporter im Fuhrpark des Straßenbauamts Esslingen

Landrat Heinz Eininger erläutert Verkehrsminister Winfried Hermann (rechts) und Reinhardt Ritter (links) vor dem neuen E-Pritschenwagen für Straßenbauamts des Landkreises Esslingen die Pläne zur emissionsfreien Straßenmeisterei. Foto: Landratsamt Esslingen, Andrea Wangner

Das Straßenbauamt des Landkreises Esslingen, das auch für den Kreis Göppingen zuständig ist, hat einen batteriebetriebenen E-Lastkraftwagen in Betrieb genommen. Der Pritschenwagen wurde am Montag, 14. September im Beisein von Verkehrsminister Winfried Hermann sowie den Landräten Heinz Eininger und Edgar Wolff in Zell unter Aichelberg übergeben.

Das Straßenbauamt des Landkreises Esslingen hat eine meistereiübergreifende Kolonne eingerichtet. Für diese ist nun der erste Lastkraftwagen mit Elektroantrieb beschafft worden. Der E-LKW kostet insgesamt etwa 102.000 Euro. Die Beschaffung wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität mit etwa 25.000 Euro gefördert. Die verbleibenden Anschaffungskosten teilen sich die Landkreise Göppingen und Esslingen.

„Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert 50 Prozent der Mehrkosten für E-LKWs von Unternehmen, Kommunen und kommunalen Betrieben. Ich freue mich, dass auch der Landkreis Esslingen dies nutzt. Landkreise und Kommunen haben eine Vorreiter- und Vorbildfunktion für Investitionen in klimaschonende elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.
 
Der Pritschenwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von 4,6 Tonnen und einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern soll an den drei Standorten der Straßenmeisterei in Kirchheim/Teck, in Deizisau und in Geislingen/Steige vorwiegend in der Kolonne für Sonderaufgaben eingesetzt werden.
 
„Für den Landkreis Göppingen ist die Übernahme des ersten E-LKWs ein zukunftsweisender Schritt in Richtung umweltgerechte Mobilität. Dass dieser innovative Zuwachs unseres Fuhrparks von einem im Landkreis Göppingen ansässigen Unternehmen umgerüstet wurde, spricht für unseren Wirtschaftsstandort“, sagte Landrat Edgar Wolff, der die Gäste auf Göppinger Markung begrüßte.

„Mit der Übernahme des ersten batteriebetriebenen Pritschenwagens in unserem Fuhrpark schaffen wir den Einstieg in eine emissionsfreie Straßenmeisterei. Damit setzen wir ein Zeichen für die Region als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort und senden ein positives Signal für den Klimaschutz“, sagte Landrat Heinz Eininger. Er avisierte gleich ein weiteres Projekt: In Kooperation mit der Hochschule Esslingen sowie Partnern aus der regionalen Wirtschaft konzipiert die Kreisverwaltung unter dem Dach des Projekts „H2Rivers – Wasserstoffanwendung an Rhein und Neckar“ im Rahmen des HyLand-Förderprogramms beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) derzeit das Wasserstoffprojekt „Emissionsfreie Straßenmeisterei LKES²“, das für Investitionszuschüsse des Bundes förderberechtigt ist. Im Rahmen dessen erwirbt und betreibt der Landkreis Esslingen zwei Brennstoffzellen-Lastkraftwagen für den Straßenbetriebsdienst.
 
Der Montag, 14. September übergebene Lastwagen mit Pritsche wurde bei der Firma „Elektrofahrzeuge Stuttgart“ (EFA-S) in Zell unter Aichelberg hergestellt. Das Unternehmen ist Spezialist für Lastkraftwagen und Busse mit Elektroantrieb, rüstet Neufahrzeuge mit umweltfreundlichem E-Antrieb aus und baut auch Gebrauchtfahrzeuge zu E-Fahrzeugen um.
 
Zitat Sebastian Beutel, Geschäftsführer EFA-S: „Für kommunale Betriebe sind Transporter und Lkw mit E-Antrieb aus mehreren Gründen ideal. Ein E-Antrieb ist angesichts der langen Nutzungsdauern kommunaler Fahrzeuge wirtschaftlich deutlich günstiger als Verbrennungsmotoren. Die Reichweite deckt die Einsatzprofile der meisten Kommunalfahrzeuge mit einer Tageskilometerleistung von bis zu 300 Kilometern ab. Zudem sind Kommunalfahrzeuge mit E-Motor emissionsfrei und leiser und können deshalb auch in den Nachtstunden oder in Hallen eingesetzt werden.“
 
Nach der Übergabe des Fahrzeugs konnten die Gäste einen Blick in die drei Produktionshallen des Unternehmens werfen. Darin werden Transporter, Sonderfahrzeuge und Niederflurbusse mit Elektroantrieb hergestellt.

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Andrea Wangner

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