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Landkreis und Jobcenter – neues Förderkonzept für jungen Menschen

Astrid Mast, Leiterin des Jobcenters des Landkreises Esslingen, Landrat Heinz Eininger und Thekla Schlör, Agentur für Arbeit

Das neue Förderkonzept GO!ES richtet sich an junge Menschen in schwierigen Lebenslagen die zurück auf den Weg in Bildungsprozesse, Maßnahmen der Arbeitsförderung, insbesondere in Ausbildung oder Arbeit oder in die soziale Sicherung gebracht werden sollen.

„Wir sind sehr stolz, dass es gelungen ist, diese wichtige Aufgabe in gemeinsamer Verantwortung und gemeinsamer Finanzierung auf den Weg zu bringen. Kein junger Mensch soll verloren gehen, darf Verlierer sein! – Darauf konzentrieren wir uns“, betont Landrat Eininger.


Mit dem neuen Förderkonzept GO!ES – Jugendbüros und WorKmobil - fördern der Landkreis Esslingen, Agentur für Arbeit und das Jobcenter ab 01.01.2019 gemeinsam fünf Jugendbüros und ein zentrales Angebot im Landkreis Esslingen.
Astrid Mast, Leiterin des Jobcenters, lobt das Vorhaben ebenfalls „durch das geplante Konzept schließen wir gemeinsam eine Lücke in den Hilfsangeboten.“

Der Ansatz, dass Jugendhilfe, Arbeitsförderung und Kommunen gemeinsam fördern ist hochgradig innovativ. Der Landkreis und das Jobcenter mit ihren Partnern der Agentur für Arbeit, den Standortkommunen und den weiteren Akteuren in diesem Feld sind sich sicher, dass die gebündelten „Kräfte“ zum Erfolg führen. Jungen Menschen wird auf kurzem Weg geholfen, damit jeder seinen Platz in der Gesellschaft findet.

Die Jugendbüros GO!ES sind künftig in Esslingen, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen und Kirchheim zu finden. Sie sind die Anlaufstelle für junge Menschen, die besondere Schwierigkeiten haben den Übergang von der Schule in den Beruf zu bewältigen.
Insbesondere stehen jungen Menschen im Blick, die keine anderen Hilfen oder Unterstützung haben. Dazu gehen die Mitarbeiter an die Plätze, an denen sich junge Menschen aufhalten und bieten dort ihre Hilfe an. Wird diese angenommen, können die individuellen Hemmnisse gemeinsam aufgearbeitet werden und anschließend eine berufliche Orientierung erfolgen. Das Förderkonzept bietet im zentralen Angebot in Esslingen die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder zu erkunden.
„GO!ES - Jugendbüros und WorKmobil setzt an der richtigen Stelle an“, ist sich die Sozialdezernentin Katharina Kiewel sicher, „es bietet denjenigen Hilfe, die drohen durch unsere soziale Netze zu fallen, die keine Perspektive haben. Besonders innovative ist die enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter. Durch das gemeinsame Konzept werden die Hürden zwischen den zuständigen Behörden abgebaut und ein niederschwelliges, ganzheitliches Förderkonzept wird umgesetzt.“
Mit der sozialpädagogischen Arbeit werden freie Träger beauftragt, die z.T. schon langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. An einigen der geplanten Standorte wird schon viele Jahre eine Anlaufstelle für junge Menschen realisiert. Diese Standorte freuen sich nun über die nachhaltige Finanzierung durch den Landkreis und das Jobcenter, die Kommunen beteiligen sich ebenfalls an den Kosten, sie tragen die jeweiligen Sachkosten.
Die gemeinsame Konzeptentwicklung und Finanzierung wurde durch das Arbeitsbündnis Jugend und Beruf des Landkreis Esslingens möglich. Hier geschieht eine verbindliche und praxisorientierte Zusammenarbeit von Landkreis, Jobcenter und Agentur für Arbeit.
Um das neue Förderkonzept gut zu etablieren, wird beim Kreisjugendamt eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese unterstützt die sozialpädagogischen Konzepte vor Ort, gestaltet Schnittstellen und hilft regionale und überregionale Netzwerke aufzubauen. 

Kontakt:
Kreisjugendamt, Jugendreferat,
Sachgebietsleiterin Christine Kenntner,
Telefon 0711 3902-42823,
Kenntner.christine@LRA-ES.de