Klimaschutzmanagement des Landkreises setzt erste Bausteine um

Kommunales Netzwerk Bauleitplanung und Stadterneuerung gestartet

Die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Esslingen hat ein kommunales Netzwerk zur Bauleitplanung und Stadterneuerung ins Leben gerufen. Bei der digitalen Auftaktveranstaltung stand das Thema „Kommunale Wärmeplanung“ im Mittelpunkt.

Der Klimawandel stellt auch eine große Herausforderung für Städte und Gemeinden dar: „Eine klimagerechte Stadtentwicklung soll sich einerseits an die Folgen des Klimawandels anpassen, andererseits durch eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen zur Begrenzung der Erderwärmung beitragen“, erläutert Christine Griebel, die Klimaschutzmanagerin im Landratsamt Esslingen. Auch wenn viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Mitarbeitende in den Verwaltungen dem Thema gegenüber aufgeschlossen seien, fehlten aber noch konkrete und praktische Hinweise für die Umsetzung mit Hilfe von Bauleitplanung und anderen Instrumenten.

Das neue Netzwerk zur Bauleitplanung und Stadterneuerung soll die Kommunen künftig bei der Umsetzung von Maßnahmen in diesem Bereich unterstützen und eine Plattform für Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch bieten. Als Auftakt organisierte die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises eine Fachveranstaltung über „Die kommunale Wärmeplanung – Chancen für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung“. Gut 25 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Stadtwerken nahmen an der digitalen Veranstaltung teil und informierten sich über das neue Planungsinstrument aus dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg.

Bei der Veranstaltung erläuterten Fachreferenten, dass die Klimaschutzziele nur dann erreicht werden könnten, wenn die Treibhausgasemissionen - neben dem Stromsektor - insbesondere im Wärmebereich maßgeblich reduziert werden. Sie stellten die Bestandteile einer Wärmeplanung vor: Zunächst wird erhoben, welcher Wärmebedarf in den Quartieren besteht und wo es Potenziale für Energieeffizienz-Maßnahmen – zum Beispiel in der Gebäudesanierung – gibt. Darauf aufbauend wird untersucht, welche Energieträger lokal verfügbar sind und wo Flächen für Heizzentralen, Solarthermie oder Fernwärme-Trassen gesichert werden sollten. Die Ergebnisse des Wärmeplans sollten als Fachplanung in alle kommunalen Planungsprozesse einfließen, beispielsweise als Energiekonzept für ein Neubaugebiet oder als Sanierungsstrategie für künftige Sanierungsgebiete. Als Praxisbeispiel wurde ein Modellprojekt des Landkreises Lörrach vorgestellt, bei dem die Wärmeplanung interkommunal, also als gemeinsamen Planungsprozess aller Städte und Gemeinden im Landkreis durchgeführt wird.
Ab Herbst 2021 folgen die nächsten Veranstaltungen des Netzwerks, dann mit einem stärkeren Schwerpunkt auf dem Erfahrungsaustausch innerhalb des Landkreises.

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Andrea Wangner

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