Dr. Christine Griebel ist Klimaschutzmanagerin des Landkreises

Im November 2020 hat Dr. Christine Griebel ihre Stelle als Klimaschutzmanagerin im Landratsamt Esslingen angetreten. Die Geographin war zuletzt sechs Jahre bei der Stadt Schopfheim im Landkreis Lörrach beschäftigt, wo sie die Teilnahme der Stadt am European Energy Award koordinierte. Zuvor war sie an der Universität Basel in der Stadt- und Regionalforschung tätig.

Foto: Dr. Christine Griebel (privat)

Im Landratsamt ist die 42-Jährige nun in der neu eingerichteten „Stabsstelle Klimaschutz“ im Dezernat Umwelt und Technik angesiedelt. Das Bundesumweltministerium fördert die Personal- und Sachkosten der Klimaschutzmanagerin für drei Jahre über die Nationale Klimaschutzinitiative. Zusätzlich wird demnächst eine Stelle für die Umsetzung des Elektromobilitätskonzeptes und anderer Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilität ausgeschrieben. Eine weitere halbe Stelle für das Energiemanagement der kreiseigenen Gebäude soll die Stabsstelle komplettieren.

Parallel dazu bringt der Landkreis derzeit die Neuausrichtung der bisherigen Energieagentur Landkreis Esslingen hin zu einer Klimaschutzagentur auf den Weg. Somit stellt sich der Landkreis beim Klimaschutz breiter als bisher auf und schafft geeignete Strukturen für eine solche langfristige Aufgabe.
 
Nach den ersten Wochen im Landratsamt mit Einarbeitung und organisatorischen Aufgaben freut sich die Klimaschutzmanagerin nun darauf, das Klimaschutzkonzept mit Leben zu füllen. Eines ihrer ersten Projekte wird der Aufbau eines kommunalen Netzwerks zu Klimaschutz und -anpassung in der Bauleitplanung und Stadterneuerung sein. Fragestellungen dabei sind: Wie kann eine Kommune vorgehen, wenn sie zum Beispiel ein Neubaugebiet nachhaltig und klimafreundlich gestalten will? Welche Chancen bietet das neue Instrument der kommunalen Wärmeplanung? Das Netzwerk soll den Erfahrungsaustausch zu solchen und ähnlichen Fragen fördern und den Städten und Gemeinden praxisnahe fachliche Informationen bereitstellen.

Großes Potenzial für Energieeinsparungen stellt das Klimaschutzkonzept auch in der Sanierung von Altbauten und in energieeffizientem Neubau fest. Ein jährlicher Wettbewerb „Haus der Zukunft“ hat zum Ziel, besonders gelungene Projekte bekannt zu machen und andere Bauherren zur Nachahmung zu motivieren.
Eine weitere Projektidee steht unter dem Motto „100% Solar – Förderung von PV und Solarthermie“. Die Klimaschutzmanagerin will eine kreisweite Kampagne zur Information und Beratung für private Gebäudeeigentümer vorbereiten, wobei es unter anderem auch um die Integration von Stromspeichern und die Einbindung von E-Mobilität geht. Auch eine Förderstrategie des Landkreises ist hierzu angedacht.

Das integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises umfasst fast hundert sehr vielfältige Maßnahmen, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt. Das künftige Team der Stabsstelle Klimaschutz hat also – gemeinsam mit anderen Ämtern im Landratsamt, externen Kooperationspartnern, Städten und Gemeinden sowie der Klimaschutzagentur – noch einiges vor.

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Andrea Wangner

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