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Peter Keck

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Beteiligung gestärkt

Über 50 Angehörige und gesetzliche Betreuer von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung kamen kürzlich auf Einladung des Angehörigen- und Betreuerbeirats und des Sozialdezernats ins Landratsamt Esslingen. Der Angehörigen- und Betreuerbeirat im Landkreis Esslingen, der bereits seit vier Jahren besteht, ist als Interessensvertretung für die Belange der Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung tätig und arbeitet vertrauensvoll mit der Verwaltung zusammen.

Katharina Kiewel, Dezernentin für Soziales in der Landkreisverwaltung, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Angehörigentreffens und umriss die aktuellen Themen in der Behindertenhilfe. Neben der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf Kreisebene sind die Anforderungen aus dem Bundesteilhabegesetz zu erfüllen. Sie informierte die Angehörigen auch über die geplante Fortschreibung der Teilhabeplanung für Menschen mit wesentlicher Behinderung. Der Sprecher des Beirates, Dr. Michael Buß, zeigte auf, wie sich der Beirat mit Themen teilhaberelevanter Bereiche wie dem Wohnen, der Arbeit, Gesundheit und Freizeit in den letzten vier Jahren auseinandersetzte. Der Beirat hat dabei die Aufgabe, Anliegen von Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Betreuern aufzunehmen und dies zu informieren.

Die anstehenden wesentlichen Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz stellte Michael Köber, Behindertenhilfe- und Psychiatrieplaner, den interessierten Angehörigen im Rahmen einer Präsentation vor, die übrigens auch auf der Homepage des Landkreises eingestellt ist. Mit dem Gesetz soll ein modernes Teilhaberecht für Menschen mit Behinderung umgesetzt werden. Die Eingliederungshilfe wird aus der Fürsorge herausgelöst und dadurch Teil aller Rehabilitationsbereiche. Neben der Einführung eines neuen Bedarfsermittlungsinstrumentes in Baden-Württemberg war für die Angehörigen die ab dem Jahr 2020 einsetzende Trennung von Betreuungsleistungen und existenzsichernden Leistungen beim Wohnen in Einrichtungen von Bedeutung. Der Sozialplaner konnte hier wertvolle Informationen darüber weitergeben, was die Angehörigen und Menschen mit Behinderungen beachten müssen.

Die von Beiratsmitglied Gerhard Pfeiffer moderierte Frage- und Diskussionsrunde wurde rege genutzt. Dabei wurden Themen wie die Kurzzeitunterbringung für Kinder und Erwachsene erörtert und der Übergang von inklusiv beschulten Jugendlichen in Ausbildung oder Beruf angesprochen. Zahlreichen Anwesenden war es ein Anliegen, den Informationsfluss zwischen den Einrichtungen und den Angehörigen zu verbessern.

Nach vier Jahren endete turnusgemäß die Amtszeit des Beirates. Er wurde mit 12 Mitgliedern neu gewählt und wird seine Tätigkeit unmittelbar aufnehmen. Sozialdezernentin Katharina Kiewel bedankte sich bei den Beiratsmitgliedern für ihr Engagement und die weitere Bereitschaft zur Beteiligung. Der Angehörigen- und Betreuerbeirat sei ein wichtiger und unerlässlicher Teil der Partizipation in der Behindertenhilfe im Landkreis, betonte sie.
 
Weitere Informationen: Amt33@LRA-ES.de