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Peter Keck

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Landkreis Esslingen ermittelt die angemessenen Unterkunftskosten

Wie viel darf eine Mietwohnung kosten?

Diese Frage ist für das Landratsamt vor allem dann wichtig, wenn es die Miete im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung durch das Jobcenter und das Kreissozialamt bezahlt. Wie alle Kommunen in Deutschland muss der Landkreis, als Träger für die Kosten der Unterkunft nach den SGB II und SGB XII, den Spagat schaffen, einerseits bedürftigen Bürgern eine adäquate Unterkunft zu finanzieren, andererseits aber die von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Der Landkreis Esslingen hat deshalb eine Unternehmensberatung beauftragt, ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten, das mathematisch-statistischen Kriterien genügt, um die angemessenen und dadurch vertretbaren Kosten der Unterkunft zu ermitteln. Das schlüssige Konzept ist Basis für einen grundsicherungsrelevanten Mietspiegel, der das tatsächliche Mietniveau von Wohnungen des einfachen und grundlegenden Standards im Kreisgebiet abbildet. Aus diesen Daten können die Mitarbeiter des Jobcenters und des Kreissozialamts ersehen, ob die Unterkunftskosten im jeweils vorliegenden Fall angemessen sind.

Mithilfe der Bürger benötigt

In das Konzept fließen viele unterschiedliche - stets anonymisierte - Daten ein. Um die angemessene Miethöhe möglichst genau abzubilden, ist das Landratsamt Esslingen auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. In den kommenden Wochen wird der Landkreis deshalb eine Vielzahl von Mietern, Wohnungsunternehmen und -genossenschaften anschreiben, um über einen Fragebogen Informationen zu den jeweiligen Mietangeboten und den entsprechenden Miethöhen zu erhalten.
 
Auch für Mieterinnen und Mieter, die nicht konkret vom Landkreis angeschrieben werden, besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an der Erhebung. Hierfür ist eine Telefon-Hotline eingerichtet.
 
Es werden keine personenbezogenen Daten gesammelt. Lediglich Wohnungsdaten werden benötigt. Basierend auf dieser Grundlage werden dann die neuen Richtlinien ermittelt, nach welchen der Landkreis Esslingen künftig die Kosten der Unterkunft für Leistungsberechtigte von Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherungsempfänger übernimmt.
 
Bei der Umsetzung der neuen Regelung geht der Landkreis völlig neue Wege. Nachdem das Projekt abgeschlossen ist, werden über eine spezielle Software die Daten regelmäßig aktualisiert. So können im Landkreis Esslingen künftig die Angemessenheitsgrenzen der Mieten für die Leistungsberechtigten der Rechtskreise SGB II und SGB XII auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Nähere Informationen erhalten Sie über die Telefon-Hotline der vom Landkreis Esslingen beauftragten Unternehmensberatung Telefon 0911 91934000 (Festnetztarif).